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New York Schluss: Klare Verluste - KI-Ängste und Zölle belasten

23.02.2026 - 22:41:21 | dpa.de

Die US-AktienmÀrkte haben einen Fehlstart in die neue Börsenwoche hingelegt.

Erneute Sorgen um die Auswirkungen KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) auf die Unternehmensgewinne sowie die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der US-Zölle hĂ€tten die Risikobereitschaft der Anleger gedĂ€mpft, hieß es aus dem Handel.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 fiel am Montag unter die Marke von 49.000 Punkten auf den tiefsten Stand seit drei Wochen und schloss 1,66 Prozent im Minus bei 48.804,06 Punkten. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verlor 1,04 Prozent auf 6.837,75 ZĂ€hler. FĂŒr den von Technologiewerten dominierten Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 1,21 Prozent auf 24.708,94 Punkte abwĂ€rts.

Nach der jĂŒngsten gerichtlichen Zoll-Entscheidung in den Vereinigten Staaten herrscht auf beiden Seiten des Atlantiks Unsicherheit, was kĂŒnftig im Handel zwischen den USA und der EU gilt. Auf viele EU-Importe in die Vereinigten Staaten soll US-Regierungskreisen zufolge kĂŒnftig ein Zoll von 15 Prozent erhoben werden, wie ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses mitteilte. Das EuropĂ€ische Parlament fror die Umsetzung des bereits ausgehandelten EU/US-Zollabkommens ein. Am Freitag hatte der Oberste US-Gerichtshof dem PrĂ€sidenten Donald Trump die rechtliche Grundlage fĂŒr viele bisher verhĂ€ngte Zölle entzogen.

Aus Branchensicht standen vor allem Finanzwerte unter Verkaufsdruck. Auslöser war HĂ€ndlern zufolge ein Bericht von Citrini Research, in dem die potenziellen Risiken dargelegt wurden, die KI fĂŒr verschiedene Segmente der Weltwirtschaft mit sich bringen könnte. Zudem nĂ€hmen die Zweifel zu, ob sich die massiven Investitionen in diese Technologie bald auszahlen werden, hieß es. Die Papiere von American Express US0258161092, JPMorgan US46625H1005, Goldman Sachs US38141G1040 und Visa US92826C8394 gehörten mit KursabschlĂ€gen zwischen 3,3 und 7,2 Prozent zu den schwĂ€chsten Werten im Dow.

Zudem setzte sich die Talfahrt von Aktien bestimmter IT-Unternehmen fort. Als BegrĂŒndung wurde auf den OpenAI-Konkurrenten Anthropic verwiesen, der vor dem Wochenende ein Sicherheitstool fĂŒr sein KI-Modell Claude vorgestellt hatte, das als Bedrohung fĂŒr die GeschĂ€fte von IT-Beratungsunternehmen angesehen wird. So verbuchten die Titel von Zscaler US98980G1022, Crowdstrike und Datadog Verluste zwischen 9,9 und 11,3 Prozent. Die stĂ€rksten Einbußen mussten die Anteilscheine von IBM US4592001014 hinnehmen. Sie sackten als schwĂ€chster Dow-Wert um mehr als 13 Prozent ab. Das war der grĂ¶ĂŸte Tagesverlust des IT-Konzerns seit dem Jahr 2000.

Unter den Einzelwerten fielen die Titel von Eli Lilly US5324571083 mit einem Anstieg von 4,9 Prozent positiv auf. Sie profitieren damit von einem erneuten RĂŒckschlag des dĂ€nischen Wettbewerbers Novo Nordisk DK0062498333 mit einem Abnehmmittel, was die Sorgen vor dessen wieder erstarkter Konkurrenz milderte. Analyst Chris Schott von JPMorgan erwartet lĂ€nger anhaltende Marktanteilsgewinne von Eli Lilly - zu Lasten von Novo Nordisk.

Die Aktien von Paypal US70450Y1038 reagierten mit einem Plus von 5,8 Prozent auf Übernahmespekulationen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, weckt der massive Wertverlust des Zahlungsdienstleisters in den vergangenen Monaten das Interesse potenzieller KĂ€ufer. Mindestens ein großer Konkurrent habe ein Auge auf Paypal als Gesamtunternehmen geworfen, wĂ€hrend andere Interessenten nur an bestimmten Vermögenswerten interessiert seien.

Die Aktien des Papierherstellers International Paper US4601461035 sanken um 4,3 Prozent. JPMorgan-Experte Detlef Winckelmann verwies auf einen ĂŒberraschenden RĂŒckgang der Inlandspreise bei Wellpappen-Rohpapier.

Die Papiere von Arcellx US03940C1009 sprangen um gut 77 Prozent auf knapp 114 Dollar hoch. Der Biotech-Konzern Gilead US3755581036 will den Krebsspezialisten fĂŒr 115 Dollar je Aktie plus eine mögliche Nachzahlung in Höhe von fĂŒnf Dollar kaufen. Dabei wird Arcellx mit einem Eigenkapitalwert von bis zu 7,8 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Anteilscheine von Gilead sanken um 1,1 Prozent.

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