USA, Sanktionen

USA verhÀngen neue Sanktionen gegen MilitÀrkonzern in Kuba

07.05.2026 - 19:02:46 | dpa.de

Die US-Regierung von PrĂ€sident Donald Trump hat neue Sanktionen gegen den mĂ€chtigen kubanischen MilitĂ€r- und Wirtschaftskonzern "GAESA" sowie weitere Akteure der kommunistischen FĂŒhrung in Kuba verhĂ€ngt.

Das US-Außenministerium teilte mit, Ziel der Maßnahmen sei es, Kubas MilitĂ€rfĂŒhrung und Eliten den Zugang zu Vermögenswerten zu entziehen.

Die Unternehmensgruppe "GAESA" (Grupo de Administración Empresarial S.A.) gilt als wirtschaftlicher Arm des kubanischen MilitÀrs. Nach SchÀtzungen von Experten in US-Medienberichten kontrolliert "GAESA" mindestens 40 Prozent der kubanischen Wirtschaft und zentrale Bereiche wie Tourismus, Finanzdienstleistungen, Einzelhandel, Hafenlogistik und Importe.

Das Außenministerium bezeichnete "GAESA" als Herz eines "kleptokratischen kommunistischen Systems". WĂ€hrend die kubanische Bevölkerung unter Armut, StromausfĂ€llen und maroder Infrastruktur leide, wĂŒrden Gewinne der Unternehmensgruppe ins Ausland verschoben und kĂ€men den Eliten zugute, hieß es.

Druck auf Havanna wÀchst

Neben "GAESA" belegte Washington auch deren PrĂ€sidentin Ania Guillermina Lastres Morera mit Sanktionen. Zudem trafen die Maßnahmen das Nickelunternehmen "Moa Nickel S.A." (MNSA), ein Gemeinschaftsunternehmen des kubanischen Staats mit einem kanadischen Bergbaukonzern. Die USA werfen dem Unternehmen vor, Kubas Rohstoffe zugunsten der FĂŒhrung auszubeuten.

Die Sanktionen frieren Vermögenswerte in den USA ein und untersagen US-BĂŒrgern GeschĂ€fte mit den betroffenen Akteuren. Auch auslĂ€ndischen Banken und Firmen drohen Sanktionen, falls sie weiter mit den gelisteten Unternehmen zusammenarbeiten. Die neuen Strafmaßnahmen sind Teil einer deutlich verschĂ€rften Kuba-Politik der Trump-Regierung. Vergangene Woche hatte Trump per Dekret weitreichende Sanktionen gegen UnterstĂŒtzer der kubanischen Regierung angekĂŒndigt.

"GAESA" wurde in den 1990er Jahren unter Ex-PrĂ€sident RaĂșl Castro aufgebaut. Der grĂ¶ĂŸte Konzern der sozialistischen Karibikinsel umfasst ĂŒber 50 Unternehmen. Die wichtigsten Firmen aus dem Konglomerat sind das Hotel-Unternehmen Gaviota und der Handels- und Finanzkonzern Cimex. Im Portfolio sind aber auch eine Reederei, eine Fluggesellschaft, Baufirmen, AutohĂ€user, Immobilienunternehmen, Banken und KaufhĂ€user. Über die Internationale Finanzbank (BFI) kontrolliert "GAESA" zudem den Devisenmarkt Kubas.

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