EU-Strafen gegen Meta und Apple wichtiges Signal
23.04.2025 - 13:19:01Sie zeigten, dass die EuropĂ€ische Union "kein rechtsfreier Raum" sei, auch nicht fĂŒr US-Techkonzerne, sagte Brantner der Deutschen Presse-Agentur.
Die EU sei dann stark, wenn ihre Mitgliedstaaten geschlossen auftrĂ€ten und konsequent durchsetzten, was gemeinsam beschlossen wurde, betonte die Co-Parteichefin. Die Entscheidung ĂŒber Strafzahlungen könne aber nur ein erster Schritt sein. "Wir brauchen mehr gemeinsame Investitionen, mehr Innovationen fĂŒr eigene europĂ€ische Plattformen."
Die EU-Kommission hatte zuvor gegen Apple und Meta Strafen in Höhe von 500 Millionen und 200 Millionen Euro verhÀngt. Die Firmen haben nach Ansicht der Behörde europÀisches Digitalrecht verletzt. Gegen die Strafen kann noch vor Gericht vorgegangen werden.
Audretsch hÀtte höhere Strafen besser gefunden
Der GrĂŒnen-Bundesabgeordnete Andreas Audretsch hĂ€lt die Strafen fĂŒr "deutlich zu gering". Audretsch sagte der dpa: "Die Kommission hĂ€tte hĂ€rter agieren mĂŒssen, in frĂŒheren Verfahren hatte die Kommission deutlich höhere Strafen in Milliardenhöhe verhĂ€ngt. Es darf kein Zweifel aufkommen, dass die Kommission bereit ist, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um europĂ€isches Recht durchzusetzen."
"Es ist gut, dass Europa gemeinsam handelt und gegen die Monopolmacht von Apple und Meta vorgeht", so Audretsch. "Beide Unternehmen haben die Regeln des fairen Wettbewerbs in Europa missachtet. Wir dĂŒrfen nicht dulden, dass Apple und Meta in Europa auf Kosten der Verbraucherinnen und Verbraucher und der mittelstĂ€ndischen Unternehmen satte Gewinne einfahren. Wer in Europa seine Dienste anbietet, muss sich an unser Recht halten." Wenn Apple und Meta die 60-Tage-Frist verstreichen lieĂen, ohne die BuĂgelder zu zahlen, mĂŒssten weitere Schritte eingeleitet werden.

