LÀnder, AusfÀllen

LÀnder besorgt wegen AusfÀllen durch Steuerentlastungen

12.10.2025 - 18:51:33

Die von der Koalition geplanten Steuerentlastungen fĂŒr Pendler und die Gastronomie wecken unter den LĂ€ndern Sorgen vor erheblichen EinnahmeausfĂ€llen.

Die damit verbundenen Mindereinnahmen fĂŒhrten zu einer "zusĂ€tzlichen VerschĂ€rfung der Haushaltslage" und schrĂ€nkten die HandlungsfĂ€higkeit der LĂ€nder und Kommunen weiter ein, heißt es in einer Stellungnahme des Finanzausschusses des Bundesrats fĂŒr die Sitzung der LĂ€nderkammer am nĂ€chsten Freitag. Sie befasst sich dann mit den PlĂ€nen.

Der Finanzausschuss weist darauf hin, dass der Gesetzentwurf auch mit weiteren Entlastungen zu SteuerausfĂ€llen von 2026 bis 2030 fĂŒhre, die etwa zur HĂ€lfte von LĂ€ndern und Gemeinden zu tragen seien. Bei den LĂ€ndern laufe es in diesem Zeitraum auf AusfĂ€lle von 11,2 Milliarden Euro hinaus und bei den Gemeinden auf 1,4 Milliarden Euro. Der Ausschuss empfiehlt daher, dass der Bundesrat sich beim Bund fĂŒr eine Kompensation stark machen solle. Die LĂ€nderkammer stimmt am Freitag darĂŒber ab, ob sie diese Position bezieht.

Entlastungen zum 1. Januar 2026 geplant

Das Bundeskabinett hatte die GesetzesplĂ€ne im September auf den Weg gebracht. Die Mehrwertsteuer fĂŒr Speisen in der Gastronomie soll zum 1. Januar 2026 von derzeit 19 auf 7 Prozent gesenkt werden. Die Pendlerpauschale, mit der Arbeitnehmer Fahrtkosten von der Wohnung zur Arbeit steuerlich absetzen können, soll ebenfalls geĂ€ndert werden. Aktuell liegt sie fĂŒr die ersten 20 Kilometer Wegstrecke bei 30 Cent pro Kilometer. Ab dem 21. Kilometer kann man 38 Cent ansetzen. KĂŒnftig sollen ab dem ersten Kilometer 38 Cent gelten.

Die Vorhaben gehören zu den Anliegen der in Bayern regierenden CSU in der Bundesregierung. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte bereits bei der Vorstellung des Etat-Entwurfs im Sommer deutlich gemacht, dass er keine Möglichkeiten sieht, die LĂ€nder dabei fĂŒr SteuerausfĂ€lle zu entlasten. Dazu gebe es keine SpielrĂ€ume, das wolle er sehr deutlich sagen, betonte er. Der Bund hatte den LĂ€ndern zuvor bereits bei Steuerentlastungen fĂŒr Unternehmen fĂŒr einen "Wachstumsbooster" milliardenschwere Kompensationen zugesagt.

@ dpa.de