UnwetterschÀden in Industrienationen seit 1980 vervielfacht
09.11.2025 - 13:42:08Deutschland zĂ€hlt mit einem Anstieg um etwa das FĂŒnffache zu den am schwersten getroffenen Nationen, schreiben die Geowissenschaftler des Versicherers in einer Analyse.
Die von Unwettern und Fluten verursachten GesamtschÀden in Deutschland von 1980 bis 2024 beziffert das Unternehmen auf 210 Milliarden Dollar (aktuell etwa 182 Mrd. Euro), gleichauf mit Indien auf Rang drei.
An erster Stelle der Katastrophen-Rangliste der zehn gröĂten Volkswirtschaften auf der Erde stehen die USA mit 2,7 Billionen Dollar SchĂ€den, gefolgt von China mit 680 Milliarden. Anlass der Veröffentlichung ist die bevorstehende Weltklimakonferenz in Brasilien.
Wetterextreme schaden auch entwickelten Industrienationen stark
Gemessen an der Entwicklung des nationalen Bruttoeinkommens jedoch sind die SchĂ€den in China dank verbesserten Hochwasserschutzes trotz der hohen Summe in den vergangenen Jahrzehnten gesunken, wie es in der Analyse heiĂt.
In den USA und Deutschland dagegen ging es steil nach oben - wobei dazu in Deutschland maĂgeblich die Ahrtalflut des Jahres 2021 beitrug, die allein laut Munich Re 42 Milliarden Dollar Schaden verursachte. Wetterextreme könnten die wirtschaftliche Substanz auch der gröĂten Volkswirtschaften erodieren, schreiben Chef-Geowissenschaftler Tobias Grimm und seine Kollegen.
Steigende Temperaturen ziehen mehr Unwetter nach sich
KrĂ€ftige Anstiege der ExtremwetterschĂ€den gab es demnach auch in Kanada, Italien und Frankreich, etwas weniger ausgeprĂ€gt in Indien, Japan und Brasilien. Neben China sind die ExtremwetterschĂ€den gemessen am Bruttonationaleinkommen nur in GroĂbritannien gesunken.
Die Munich Re sieht einen klaren Zusammenhang mit dem Klimawandel: Unwetter treten demnach nicht nur hĂ€ufiger auf als in frĂŒheren Jahrzehnten, sondern sie sind auch extremer geworden.

