US-Strafzoll-PlÀne, Trump

US-Strafzoll-PlĂ€ne: EU warnt Trump vor BĂŒrokratie-Wahnsinn

19.01.2026 - 15:07:11 | dpa.de

Die von US-PrĂ€sident Donald Trump im Grönland-Konflikt angekĂŒndigten Strafzoll-PlĂ€ne gegen Deutschland und ausgewĂ€hlte andere Staaten werden nach EinschĂ€tzung der EU nur sehr schwer umzusetzen sein.

Weil die EU als Binnenmarkt funktioniere, mĂŒsse fĂŒr dort hergestellte Waren nach EU-Vorschriften in der Regel nur die EU als Ursprung angegeben werden, sagte ein Sprecher in BrĂŒssel. Dies hindere einen Drittstaat zwar nicht daran, zusĂ€tzliche Informationen zum Herkunftsstaat zu verlangen. Viele Waren stammten aber faktisch aus verschiedenen Teilen der EU, weil sie ĂŒber integrierte, grenzĂŒberschreitende Lieferketten hergestellt wĂŒrden, an denen mehrere Mitgliedstaaten beteiligt sind.

EU-Kommission befĂŒrchtet Störungen im Warenhandel

"Das bedeutet, dass es aus Zollperspektive und aus operativer Sicht praktisch sehr schwierig ist, Waren eindeutig ausschließlich einem einzelnen Mitgliedstaat zuzuordnen". Technisch sei dies möglich, es sei jedoch "enorm bĂŒrokratisch und verfahrensmĂ€ĂŸig komplex, und es wĂŒrde zusĂ€tzliche Ebenen von KomplexitĂ€t schaffen". Diese potenziellen zusĂ€tzlichen KomplexitĂ€tsebenen wĂŒrden den reibungslosen transatlantischen Warenhandel behindern - insbesondere fĂŒr US-Importeure.

Trumps ZollplĂ€ne sehen vor, ab dem 1. Februar Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus Deutschland und sieben anderen europĂ€ischen Staaten zu verhĂ€ngen. Der US-PrĂ€sident will damit den Widerstand gegen einen Verkauf der zu DĂ€nemark gehörenden Insel Grönland an die Vereinigten Staaten brechen. Die Regierung in Kopenhagen schließt ein solches GeschĂ€ft bislang aus und wird dabei aktiv von mehreren europĂ€ischen Staaten unterstĂŒtzt. Die Zölle sollen nun diejenigen treffen, die jĂŒngst symbolisch Soldaten nach Grönland entsendet hatten. Neben DĂ€nemark und Deutschland waren das unter anderem Frankreich, Großbritannien und die Niederlande.

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