VW-Lkw-Holding Traton mit besseren GeschÀften als gedacht
22.10.2024 - 10:10:36Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis stieg im Jahresvergleich auf Basis vorlĂ€ufiger Berechnungen um 19 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro, wie das MDax DE0008467416-Unternehmen am Montag nach Börsenschluss ĂŒberraschend mitteilte. Marktexperten hĂ€tten nur gut eine Milliarde erwartet, hieĂ es vom Konzern. Die Aktie legte am Dienstagmorgen um 4,6 Prozent zu und erklomm damit den höchsten Kurs seit Juli.
Der Netto-Mittelzufluss (Netto-Cashflow) im FahrzeuggeschĂ€ft - also ohne die Finanzdienstleistungen gerechnet - fiel im dritten Quartal mit 1,28 Milliarden Euro etwa doppelt so hoch aus wie ein Jahr zuvor. Auch operativ lief es fĂŒr die VW-Nutzfahrzeugholding besser. Vom Umsatz blieb ein bereinigter operativer Gewinn von 9,6 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 8,4 Prozent.
Traton sprach davon, dass die US-Marke International Motors (ehemals Navistar) sich schneller als erwartet von Zulieferproblemen bei Spiegeln erhole. Bei Scania SE0000308280 habe Traton von einem besseren Preis- und Produktmix profitiert. An diesem Montag (28. Oktober) will das Unternehmen seinen vollstÀndigen Quartalsbericht vorlegen.
Analyst Fabio Hölscher vom Analysehaus Warburg Research lobte: Die Resultate zeigten, wie gut Traton mit dem schwierigen GeschÀftsumfeld zurechtkomme. Ein HÀndler monierte jedoch, dass Traton seine Jahresziele nur bestÀtigt habe und der Auftragseingang nicht veröffentlicht worden sei.
Das Traton-Management um Chef Christian Levin peilt fĂŒr 2024 weiterhin bei Absatz und Umsatz eine Bandbreite von minus 5 bis plus 10 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr an. Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge erwartet der Vorstand bei 8,0 bis 9,0 Prozent. 2023 hatte das Unternehmen 338.183 Fahrzeuge abgesetzt sowie einen Umsatz von knapp 46,9 Milliarden Euro und eine bereinigte operative Marge von 8,6 Prozent erzielt.

