ROUNDUP, VW-Lkw-Holding

VW-Lkw-Holding Traton bleibt vorsichtig - Aktie gibt nach

04.03.2026 - 10:27:22 | dpa.de

Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton DE000TRAT0N7 setzt sich angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten in wichtigen MĂ€rkten vorsichtige Ziele fĂŒr das neue Jahr.

Die um Sondereffekte bereinigte operative Marge dĂŒrfte 2026 zwischen 5,3 und 7,3 Prozent liegen, teilte die VW-Tochter DE0007664039 mit Marken wie MAN und Scania am Mittwoch in MĂŒnchen mit. Analysten erwarteten bisher rund 7,1 Prozent und damit einen Wert fast am oberen Ende der Spanne. So werde das GeschĂ€ft diesmal das ganze Jahr ĂŒber von US-Zöllen belastet, sagte Finanzchef Michael Jackstein laut Mitteilung. Das erste Quartal werde zudem schwach ausfallen, warnte Traton. FĂŒr die im MDax DE0008467416 notierte Aktie ging es abwĂ€rts.

Das Papier verlor am Morgen zeitweise fast sechs Prozent; zuletzt lag es allerdings nur noch mit 0,4 Prozent im Minus bei 32,70 Euro. Laut Analyst Michael Aspinall von der US-Investmentbank Jefferies hatten sich Experten im Schnitt deutlich mehr Gewinn im TagesgeschÀft ausgerechnet, als mit den neuen Zielen in der Mitte der Prognosespannen zu erwarten sei. Allerdings sei der Auftragseingang zum Jahresende hin auch stÀrker ausgefallen als gedacht.

Dass die bereinigte operative Marge im vergangenen Jahr vor allem wegen der Zollpolitik in den USA und des schwachen Umfelds fĂŒr die US-Tochter International um fast drei Prozentpunkte auf 6,3 Prozent abgerutscht war, hatte Traton bereits mit Eckdaten mitgeteilt. Der auf die AktionĂ€re entfallende Gewinn brach um 45 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro ein. Je Aktie schmolz er auf 3,09 Euro zusammen. Die Dividende soll mit 0,93 Euro daher nur noch gut halb so hoch ausfallen wie ein Jahr zuvor.

Der Umsatz sackte um 7 Prozent auf 44,1 Milliarden Euro ab. Im laufenden Jahr sollen Absatz und Erlös in einer Bandbreite zwischen minus 5 und plus 7 Prozent im Vergleich zu den Vorjahreswerten liegen. Der Auftragseingang nahm 2025 dank hoher Bestellungen aus Europa insgesamt um 7 Prozent auf 281.325 Fahrzeuge zu. In der Heimatregion hatte die schwache Wirtschaftslage lange auf den Orders gelastet. Traton sprach von vielversprechenden Anzeichen.

In den USA hatte die ruckhafte Zollpolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump im vergangenen Jahr den Logistiksektor durchgeschĂŒttelt. So wissen Spediteure angesichts fraglicher Transportmengen aus den HĂ€fen des Landes heraus kaum, ob sich neue Lkw in den kommenden Jahren ausreichend rentieren.

Die US-Wirtschaft wĂ€chst zwar, doch dies ist in großen Teilen auf Investitionen in KI-Rechenzentren und deren Infrastruktur zurĂŒckzufĂŒhren. Die allgemeine Industrie schwĂ€chelt hingegen. Die AuftrĂ€ge aus Nordamerika gingen bei Traton im Gesamtjahr um mehr als ein FĂŒnftel zurĂŒck; im Schlussquartal lag der RĂŒckgang noch bei zehn Prozent.

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