LEG Immobilien profitiert von höheren Mieten - Ziele bestÀtigt
13.05.2026 - 10:49:10 | dpa.de"Trotz der volatilen Marktlage sind wir gut in das neue GeschĂ€ftsjahr gestartet", sagte Unternehmenschef Lars von Lackum am Mittwoch laut Mitteilung. In diesen Zeiten groĂer geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit bleibe das GeschĂ€ftsmodell des Immobilienkonzerns robust und die Ertragsperspektiven positiv. Die Ziele fĂŒr 2026 bestĂ€tigte der Manager. Die Aktie verlor im frĂŒhen Handel um rund 0,9 Prozent.
Im ersten Quartal wuchs die Nettokaltmiete im Jahresvergleich um 3,3 Prozent auf 237,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen in DĂŒsseldorf mitteilte. Die Miete pro Quadratmeter auf vergleichbarer FlĂ€che stieg von 6,90 auf 7,15 Euro. Im laufenden Jahr sollen die Mieten weiterhin um 3,8 bis 4,0 Prozent zulegen und damit stĂ€rker als 2025. Das hĂ€ngt vor allem damit zusammen, dass LEG in diesem Jahr auch die Mieten im geförderten Bestand erhöhen kann. Mit rund 28.000 geförderten Einheiten - gut 15 Prozent der BestĂ€nde - gehört LEG zu den gröĂten Anbietern von Sozialwohnungen in Deutschland.
2028 lĂ€uft fĂŒr rund 16.000 Wohnungen die Bindungsfrist aus. Die bisher geförderten Mieten von im Schnitt 5,41 Euro je Quadratmeter sollen dann frĂŒheren Angaben zufolge an die Marktmieten im frei-finanzierten Bereich herangefĂŒhrt werden. So könnten die Mieten in diesen Wohnungen 2028 um etwa 12 Prozent erhöht werden. Dies entspreche einem zusĂ€tzlichen Mietwachstum von etwa einem Prozentpunkt auf Ebene des Gesamtportfolios. LEG bleibt auch nach 2028 in ihren Kernregionen mit 11.400 Sozialwohnungen einer der gröĂten Anbieter von gefördertem Wohnraum.
Die fĂŒr das Unternehmen wesentliche Ergebniskennziffer AFFO (Mittelzufluss aus der operativen TĂ€tigkeit bereinigt um aktivierte Investitionen) ging in den ersten drei Monaten bis Ende MĂ€rz jedoch um 5,9 Prozent auf 58,6 Millionen Euro zurĂŒck. Das Unternehmen begrĂŒndete dies mit Investitionen. Im laufenden Jahr peilt der Konzern weiterhin hier ein Ergebnis von 220 bis 240 Millionen Euro an - das wĂ€re ein neuer Rekord.
Unter dem Strich ging das Periodenergebnis von 243,2 auf 79,2 Millionen Euro zurĂŒck. So hatte LEG im Vorjahr unter anderem noch deutlich mehr mit dem Verkauf von Immobilien erlöst.
Derweil kommt das Unternehmen beim Schuldenabbau gut voran. Bereits im laufenden Jahr soll das VerhĂ€ltnis zwischen Nettofinanzverbindlichkeiten und dem Wert der Immobilien auf 45 Prozent sinken. Ende MĂ€rz 2026 ging der sogenannte LTV um 0,60 Prozentpunkte auf 46,2 Prozent zurĂŒck. Zum Schuldenabbau trĂ€gt auch der Verkauf von Wohnungen bei.
In den ersten drei Monaten hat das Unternehmen den Verkauf von rund 1.000 Wohnungen fĂŒr rund 74 Millionen Euro abgewickelt oder vereinbart. Der Immobilienkonzern will noch 5.000 Wohneinheiten verĂ€uĂern, darunter rund 1.400 Wohneinheiten in Ostdeutschland der ehemaligen Adler-Tochter. Ende 2025 gehörten dem Unternehmen gut 171.100 Wohnungen und damit 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr.
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