Mehr MalariafÀlle wegen Resistenz, Krieg und Klimawandel
04.12.2025 - 10:08:59Im Jahr 2024 erkrankten neun Millionen mehr Menschen an der Tropenkrankheit als 2023, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf berichtete. Voriges Jahr starben weltweit 610.000 Menschen an Malaria.
Der Zuwachs an FĂ€llen sei hauptsĂ€chlich auf Ăthiopien, Madagaskar und den Jemen zurĂŒckzufĂŒhren, hieĂ es von Fachleuten der UN-Organisation. In Ăthiopien hing der Anstieg demnach mit der Resistenz des Erregers gegen Medikamente zusammen. In Madagaskar spielten laut den Experten Ăberschwemmungen und der Klimawandel eine Rolle. Und im Jemen sei das Gesundheitssystem durch den militĂ€rischen Konflikt im Land geschwĂ€cht, hieĂ es.
Der Malaria-Erreger ist ein Parasit, der durch StechmĂŒcken ĂŒbertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gliederschmerzen, sie kann medikamentös behandelt werden.
Malaria-MaĂnahmen verhinderten Milliarden an Erkrankungen
Zur Vorbeugung dienen etwa Moskitonetze und Insektizide sowie Impfstoffe und prĂ€ventive Medikamente. Mit solchen und weiteren MaĂnahmen konnten laut dem Bericht seit dem Jahr 2000 rund 2,3 Milliarden Erkrankungen und 14 Millionen TodesfĂ€lle verhindert werden.
Doch vor allem in Afrika breiten sich resistente Erreger aus. Dies stelle eine der gröĂten Herausforderungen im Kampf gegen Malaria dar, hieĂ es in dem Bericht. Der Kontinent ist weltweit am stĂ€rksten von der Krankheit betroffen.
Die WHO wies aber auch darauf hin, dass die drastischen KĂŒrzungen von Hilfsgeldern durch die Vereinigten Staaten und andere LĂ€nder negative Auswirkungen auf Malaria-MaĂnahmen in betroffenen LĂ€ndern hĂ€tten.

