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Aktien Asien / Pazifik: Anleger warten auf US-Daten - Japan erholt sich weiter

13.08.2024 - 08:58:30

Die wichtigsten asiatischen AktienmÀrkte haben sich am Dienstag unter dem Strich wenig verÀndert.

Lediglich in Japan kam es wegen eines Nachholeffekts nach einer Feiertagspause zu deutlicheren Gewinnen.

Die Lage in Nahost bleibt angespannt, nachdem Israel Ende Juli sowohl den Hisbollah-Kommandanten Shukr als auch den Hamas-Chef Haniya getötet habe, hieß es dazu von der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg. Nach EinschĂ€tzung Israels und der USA könnte der schon seit Tagen befĂŒrchtete Vergeltungsschlag des Irans und seiner VerbĂŒndeten gegen Israel kurz bevorstehen. Die USA teilten die EinschĂ€tzung der israelischen Stellen, dass es "in dieser Woche" dazu kommen könnte, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby.

Zudem stehen am Mittwoch Verbraucherpreise aus den USA an, die Signale fĂŒr die weitere Zinsentwicklung geben könnten. Auch daher hielten sich Anleger weiter zurĂŒck.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 JP9010C00002 gewann 3,45 Prozent auf 36.232,51 Punkte und holte damit die freundliche Entwicklung der asiatisch-pazifischen MĂ€rkte vom Wochenbeginn nach dem Feiertag am Montag nach. Zudem profitierte der Markt von der AbschwĂ€chung des Yen, was die exportorientierte Wirtschaft tendenziell stĂŒtzt. Damit setzte sich die Erholung seit dem Einbruch Anfang vergangener Woche fort, wobei die Verluste noch nicht ganz aufgeholt wurden.

An den anderen Börsen war die Entwicklung nicht ganz so eindeutig. Das australische Börsenbarometer S&P/ASX 200 XC0006013624 gewann 0,17 Prozent auf 7.826,80 Punkte. Auch in SĂŒdkorea ging es leicht nach oben, wĂ€hrend es in Indien zu moderaten Verlusten kam.

Die chinesischen MÀrkte prÀsentierten sich ebenfalls verhalten. Der Hang-Seng-Index HK0000004322 der Sonderverwaltungszone Hongkong tendierte zuletzt kaum verÀndert. Der CSI 300 CNM0000001Y0 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen fiel kurz vor Handelsschuss um 0,33 Prozent auf 3.315,03 Punkte.

Sie setzten damit ihre unterdurchschnittliche Entwicklung fort. "Ich sehe kurz- und mittelfristig kein großes Potenzial fĂŒr chinesische Aktien und erwarte zudem erhöhte Schwankungen rund um die US-Wahlen angesichts der angespannten Beziehungen zwischen China und den USA", merkte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank an.

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