Aktien Europa: Anleger zurĂŒckhaltend vor US-Zinsentscheid
31.01.2024 - 12:08:28Vor dem am Abend anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank Fed hielten sich die Anleger mit einer klaren Positionierung zurĂŒck. Auch die zuletzt schon starke Kursentwicklung und durchwachsene Quartalszahlen aus der US-Technologiebranche sowie aus Europa bremsten die Kaufbereitschaft.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 notierte nach einem erneuten Hoch seit dem Jahr 2001 gegen Mittag 0,08 Prozent tiefer bei 4658,82 Punkten. FĂŒr den ersten Börsenmonat des Jahres steuert der Leitindex der Eurozone damit auf ein Plus von rund drei Prozent zu. Der schon vortags rekordhohe französische Cac 40 FR0003500008 gewann zur Wochenmitte weitere 0,04 Prozent auf 7680,87 Punkte. FĂŒr den britischen TSE 100 GB0001383545 ging es um 0,03 Prozent auf 7668,59 ZĂ€hler bergauf.
Am Dienstag nach Handelsschluss in New York hatten mit Microsoft US5949181045 und Alphabet US02079K3059 zwei Börsen-Schwergewichte aus den USA ĂŒber ihre GeschĂ€ftsentwicklung berichtet. Der Softwareriese profitierte weiter vom Hype um das Thema KĂŒnstliche Intelligenz (KI) sowie einem boomenden Cloud-GeschĂ€ft. Dagegen konnte die Google-Mutter Alphabet trotz des erneut starken Wachstums im WerbegeschĂ€ft mit den hohen Erwartungen nicht ganz Schritt halten. Zudem verfehlte der Chipkonzern AMD US0079031078 mit seinen Zielen fĂŒr das laufende Quartal die Markterwartungen. Die Anleger begeistern konnten alle drei Unternehmen nicht angesichts der schon hohen Bewertungen.
In Europa zĂ€hlte der Technologiesektor EU0009658921 vor diesem Hintergrund zu den gröĂten Verlierern - zumal der sĂŒdkoreanische Branchengigant Samsung KR7005930003 erneut einen rĂŒcklĂ€ufigen Quartalsgewinn berichtete. Die Aktien des Chipindustrie-AusrĂŒsters ASML NL0010273215 lagen mit minus 1,5 Prozent im EuroStoxx weit hinten.
Am schwÀchsten prÀsentierte sich allerdings der Einzelhandelssektor CH0019112553. Hier belastete vor allem der fast zehnprozentige Kursrutsch des ModehÀndlers Hennes & Mauritz (H&M) SE0000106270, der einen enttÀuschenden Start ins neue GeschÀftsjahr hinlegte.
Licht und Schatten gab es im Pharmasektor. Die Titel von Novartis CH0012005267 bĂŒĂten als Schlusslicht im Swiss Market Index (SMI) 2,6 Prozent ein, nachdem die Schweizer im Schlussquartal etwas hinter den Erwartungen zurĂŒckgeblieben waren. Dazu fiel der Ausblick auf 2024 vergleichsweise vorsichtig aus.
Bei GSK GB00BN7SWP63 stand zuletzt ein Kursminus von 1,1 Prozent zu Buche. Dass der britische Branchenvertreter nach einem Ergebnis- und Umsatzplus im vergangenen Jahr 2024 weitere ZuwÀchse erwartet und die mittelfristigen Ziele erhöhte, half dem Aktienkurs nicht.
Derweil verteuerten sich die Aktien von Novo Nordisk DK0060534915 um immerhin 0,4 Prozent. Dank des Hypes um seinen AppetitzĂŒgler Wegovy steigerten die DĂ€nen ihre Gewinne deutlich. Die US-Bank JPMorgan konstatierte starke Zahlen sowie einen ĂŒberraschend hohen Ausblick, obwohl Novo Nordisk 2024 mit etwas niedrigeren Wachstumsraten als im vergangenen Jahr rechnet.
Bei Santander ES0113900J37 konnten sich die Anleger ĂŒber ein Kursplus von 1,9 Prozent freuen. Der starke Anstieg der Zinsen bescherte der spanischen Bank 2023 einen Rekordgewinn, der die Erwartungen ĂŒbertraf.

