Aktien Wien Schluss: ATX stark unter Druck - Zollsorgen belasten
31.03.2025 - 18:16:19Wie bereits am Freitag lastete die Angst vor neuen US-Zöllen auf der Anlegerstimmung. Der Leitindex ATX AT0000999982 schloss 2,38 Prozent tiefer bei 4.076,36 Punkten. Der marktbreitere ATX Prime bĂŒĂte 2,35 Prozent ein bei 2.048,48 ZĂ€hlern.
Keine starke Auswirkung am Markt hatten am Nachmittag veröffentlichte Inflationsdaten aus Deutschland. Die deutsche Inflationsrate ist im MÀrz gesunken.
Am Mittwoch will US-PrĂ€sident Donald Trump dann ein groĂ angelegtes Zollpaket verkĂŒnden. So dĂŒrften reziproke Zölle gegen alle LĂ€nder angekĂŒndigt werden, wie Trump jĂŒngst bekrĂ€ftigte. Nach dem 2. April sei er aber zu "Deals" mit LĂ€ndern, die die US-Zölle vermeiden wollen, bereit.
Ganz unten standen in Wien die ex-Dividende gehandelten Aktien der Raiffeisen Bank International AT0000606306 (RBI) und von Andritz AT0000730007, die um 7,1 und 8,3 Prozent nachgaben.
Porr-Titel fielen um 2,6 Prozent auf 26,25 Euro. Analysten von Warburg Research haben ihr Kursziel fĂŒr die Aktien des Baukonzerns von 29 auf 36 Euro je Aktie erhöht. Der zustĂ€ndige Experte Philipp Kaiser hat weiters die Kaufempfehlung "Buy" bestĂ€tigt.
Anteile der CPI Europe AG legten dagegen 0,7 Prozent zu. Am Freitag nach Börsenschluss hat die frĂŒhere Immofinanz AT0000809058AG erstmals unter ihrem neuen Namen Bilanz gelegt. Nach einer Stabilisierung des Umfelds und Neubewertungen wurde fĂŒrs Jahr 2024 nun ein Konzerngewinn von 133,5 Millionen Euro verbucht, teilte CPI Europe Freitagabend mit.
Zulegen konnten auch die Papiere von Pierer Mobility mit plus 0,6 Prozent. Bis Ende MĂ€rz braucht das Tochterunternehmen - der insolvente Motorradhersteller KTM - weiteres Geld, um den Betrieb im April und Mai zu sichern. Insgesamt werden dafĂŒr 100 Millionen Euro benötigt, die vom indischen MiteigentĂŒmer Bajaj in Aussicht gestellt worden sind. Noch soll das Geld nicht da sein. Man sei aber optimistisch, dass es demnĂ€chst komme, möglicherweise erfolge die Transaktion in zwei Tranchen, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OĂN) in ihrer Samstagausgabe.

