Aktien Wien Schluss: ATX unter Druck
02.09.2025 - 18:16:07Der Leitindex ATX AT0000999982 fiel um 1,17 Prozent auf 4.592,65 ZĂ€hler. Der ATX Prime schloss mit einem Minus von 1,21 Prozent bei 2.290,50 Punkten.
Das europÀische Umfeld zeigte sich ebenfalls klar im roten Bereich und auch die Wall Street startete nach dem verlÀngerten Wochenende mit merklichen AbschlÀgen in den Handel.
Am Nachmittag rĂŒckten US-Wirtschaftsdaten in den Fokus. Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im August nur etwas aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 0,7 Punkte auf 48,7 Punkte, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem Anstieg auf 49,0 Punkte gerechnet.
Die Inflation in der Eurozone ist ĂŒberraschend ĂŒber die Zielmarke der EZB von zwei Prozent gestiegen, war am Vormittag bekannt geworden. Die Teuerungsrate nahm im August auf 2,1 Prozent zu, wie das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Volkswirte hatten eine Rate von 2,0 Prozent erwartet. In Ăsterreich ist die Inflation im August laut SchnellschĂ€tzung der Statistik Austria auf 4,1 Prozent gestiegen.
Die AbschlĂ€ge in Wien erfolgten auf breiter Front. Aktien von AT&S knĂŒpften mit minus 2,5 Prozent an den schwachen Wochenstart an. Marktbeobachter verwiesen auch auf den schwachen US-Techsektor.
Zu den gröĂeren Verlierern zĂ€hlten trotz einer positiven Analystenstimme FACC mit einem Minus von 3,6 Prozent auf 8,10 Euro. Die Analysten der Erste Group AT0000652011 haben ihr Kursziel fĂŒr die FACC-Aktie von 11 auf 11,3 Euro erhöht. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde gleichzeitig bekrĂ€ftigt.
In Russland steht der Raiffeisen Bank International AT0000606306 (RBI) im Streit mit dem Strabag-AktionĂ€r Rasperia eine weitere Verhandlung bevor. Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien, die Strabag, UNIQA, Hans Peter Haselsteiner und die Haselsteiner Familien-Privatstiftung zĂ€hlen ebenso zu den Beklagten, berichtet "Die Presse" Online. Die Rasperia fordert, dass Schadenersatzklagen auĂerhalb Russlands untersagt werden und ein Schiedsverfahren in Amsterdam beendet wird.
Geht es nach der Rasperia, sollen jene Unternehmen, die gegen die Rasperia rechtlich vorgehen, eine Strafe von einer Milliarde Euro bezahlen. Die Rechnung wird wohl bei einer Verurteilung die Raiffeisenbank Russland bezahlen, auf die die russischen Behörden Zugriff haben. RBI-Aktien schlossen um knapp ein Prozent tiefer. Strabag-Papiere zeigten sich 2,3 Prozent schwĂ€cher und UNIQA bĂŒĂten 1,1 Prozent an Wert ein.
Zu den wenigen Gewinnern zÀhlten am Dienstag Semperit mit plus 1,4 Prozent, sowie AMAG, die um 1,2 Prozent anzogen. Auch die Aktien des Flughafen Wien konnten sich um 1,2 Prozent verbessern.

