Aktien Wien Schluss: Gewinne - Lage am Persischen Golf hÀlt MÀrkte in Atem
05.05.2026 - 18:23:07 | dpa.deDer Leitindex ATX AT0000999982 gewann 1,11 Prozent auf 5.800,23 Punkte. Der breitere ATX Prime legte um 1,14 Prozent auf 2.868,90 Einheiten zu. Damit bewegte man sich im Fahrwasser der Europabörsen, wo es lediglich in London AbschlĂ€ge gab. Wenig ĂŒberraschend hĂ€lt weiter die Lage am Persischen Golf die MĂ€rkte in Atem.
Der Waffenstillstand ist brĂŒchig angesichts der Muskelspiele der beiden Kontrahenten USA und Iran. Doch sie hĂ€lt, wie US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklĂ€rte: "Die Waffenruhe ist nicht beendet." Die USA wollten die Schifffahrt vor iranischer Aggression schĂŒtzen, der MilitĂ€reinsatz sei vorĂŒbergehend. Der iranische ParlamentsprĂ€sident Mohammed Bagher Qalibaf erklĂ€rte wiederum, die Armee seines Landes habe mit Angriffen "noch nicht einmal begonnen". Die Sicherheit der Schifffahrt sei durch das Vorgehen der USA bedroht.
In den USA hat sich zudem die Stimmung im Dienstleistungssektor im April etwas eingetrĂŒbt. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) fiel um 0,4 Punkte auf 53,6 Punkte, wie das Institut am Dienstag in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt mit 53,7 ZĂ€hlern gerechnet.
Der schwache Welthandel und geopolitische Auseinandersetzungen haben laut einer Erhebung des GlĂ€ubigerschutzverbandes Creditreform dafĂŒr gesorgt, dass Westeuropa im Vorjahr die höchste Zahl an Unternehmensinsolvenzen seit mehr als 20 Jahren verzeichnete.
In Ăsterreich rĂŒckt die Raiffeisen Bank International AT0000606306 (RBI) mit Zahlen in den Fokus. Demnach hat die RBI im ersten Quartal einen Gewinn von 209 Millionen Euro gemacht, nach 260 Millionen ein Jahr zuvor. Das RusslandgeschĂ€ft der Bank wird dabei nicht mitbetrachtet. Dieses habe sich weiter reduziert, schrieb die Bank. Das Ergebnis sei "belastet durch vorgezogene Buchung gestiegener Bankenabgaben". Das Betriebsergebnis (ohne Russland) stieg im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 760 Millionen Euro. RBI-Titel verloren 4,1 Prozent. Damit waren sie Schlusslicht im ATX-Prime-Segment.
Die Papiere der Erste Bank legten um 1,02 Prozent auf 94,45 Euro zu. Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel fĂŒr die Aktien der Bank von 117,0 auf 121,0 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde von Analystin Marlene Eibensteiner bestĂ€tigt. Obwohl die Erste Group AT0000652011 im ersten Quartal ein durchwachsenes Ergebnis erzielte, heben die Deutsche-Bank-Experten ihre Prognosen fĂŒr den Gewinn pro Aktie fĂŒr den gesamten Prognosezeitraum um durchschnittlich rund 3 Prozent an, hieĂ es in der Studie.
Bawag AT0000BAWAG2 als weiterer schwergewichteter Bankentitel legte 1,7 Prozent zu. Damit schwammen sie gegen den Trend des europÀischen Bankensektors. Der europÀische Sektorindex Stoxx Europe 600 EU0009658202 Banks lag mit 0,15 Prozent leicht im Minus.
Die Erste Group hat fĂŒr den Flughafen Wien das Kursziel von 57,7 Euro auf 54,3 Euro herabgesetzt. Die Empfehlung "Hold" wurde nicht geĂ€ndert. Die Flughafenpapiere schlossen unbewegt bei 48,80 Euro.
Palfinger AT0000758305 gewannen nach anfĂ€nglichen Verlusten 1,75 Prozent auf 34,90 Euro. Analysten der Berenberg Bank haben die Kaufempfehlung "Buy" fĂŒr den Kranhersteller beibehalten. Ebenso bleiben sie bei ihrem Kursziel von 42,00 Euro.
Topperformer im ATX Prime waren RHI AT0000676903 Magnesita mit plus 7,1 Prozent. Auch die Papiere der Voestalpine AT0000937503 gewannen mit 4,9 Prozent dazu.
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