Börsen/Aktien, Börsenschluss

Aktien Wien Schluss: Deutliche Verluste - Lenzing geben um acht Prozent nach

16.04.2024 - 18:37:27

Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit klaren Verlusten beendet.

Nach einem bereits schwachen Wochenstart belasteten mehrere Faktoren, darunter die unklare Situation in Nahost, wo sich Israel nach dem iranischen Raketenangriff am Wochenende wortkarg zu einer möglichen militĂ€rischen Reaktion Ă€ußerte. Aber auch die gedĂ€mpften Hoffnungen auf baldige US-Zinssenkungen brachten Gegenwind.

Der ATX AT0000999982 gab um 1,18 Prozent auf 3497,40 Punkte nach. Der ATX Prime verlor 1,22 Prozent auf 1752,98 ZÀhler. Auch das europÀische Umfeld zeigte sich deutlich belastet.

Marinomed gab Quartals- und Jahreszahlen bekannt. Die Erlöse gingen im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr aufgrund einer fallenden Nachfrage nach Husten- und ErkĂ€ltungsprodukten um ĂŒber 18 Prozent auf 9,2 Millionen Euro zurĂŒck. Der Nettoverlust weitete sich von 6,4 Millionen Euro auf 6,8 Millionen Euro aus. Die Titel gaben 0,8 Prozent ab.

Der Frucht-, StÀrke- und Zuckerkonzern Agrana hat im GeschÀftsjahr 2023/24 hingegen gut verdient, blickt aber recht sorgenvoll auf das kommende Jahr. Die Dividende bleibt vorerst stabil bei 90 Cent je Aktie. Nach vorlÀufigen Zahlen erzielte Agrana 2023/24 (1. MÀrz 2023 bis 29. Februar 2024) ein Betriebsergebnis (Ebit) von 151 Millionen Euro (2022/23: 88,3 Millionen Euro), das Ergebnis je Aktie stieg auf 1,04 Euro (Vorjahr: 0,25 Euro). Die Anteile schlossen prozentual unverÀndert.

Die Aufmerksamkeit richtete sich ĂŒberdies auf neue Wertpapieranalysen. Die Experten der Baader Bank bestĂ€tigten ihre Anlageempfehlung "Buy" fĂŒr die Aktien von Polytec AT0000A00XX9 vor den anstehenden Jahreszahlen. Das Kursziel wurde von Analyst Peter Rothenaicher mit 7,00 Euro beibehalten. Im Vorfeld der anstehenden Zahlenvorlage dĂŒrfte ein negativer operativer Gewinn (Ebit) fĂŒr das abgelaufene GeschĂ€ftsjahr nicht ĂŒberraschen, schrieb der Experte. Die Aktie drehte nach anfĂ€nglichen Verlusten ins Plus und gewann letzten Endes 1,8 Prozent auf 3,32 Euro.

Die Analysten der Baader Bank bestĂ€tigten zudem ihre Kaufempfehlung "Buy" fĂŒr die Papiere von Andritz AT0000730007. Auch das Kursziel von 83,0 Euro wurde beibehalten. Das Unternehmen dĂŒrfte wohl ein "unspektakulĂ€res" erstes Quartal hinter sich gebracht haben, so die Experten. Sowohl die AuftragseingĂ€nge als auch das Ebita dĂŒrften unter den Werten der Vorjahresperiode gelegen haben.

Die Experten der Deutschen Bank erhörten ihr Kursziel fĂŒr die Aktien von Andritz AT0000730007 von 84 auf 85 Euro. Die "Buy"-Bewertung wurde vom Wertpapierexperten Lars Vom-Cleff beibehalten. Trotzdem ging es fĂŒr die Anteile des Anlagenbauers um 1,6 Prozent auf 57 Euro nach unten.

JPMorgan senkte die Bewertung fĂŒr die Anteilscheine von Voestalpine AT0000937503 von "Neutral" auf "Underweight". Das neue Kursziel liegt bei 22,20 Euro nach bisher 25,90 Euro. Die Papiere rutschten um 6,1 Prozent auf 25,4 Euro ab.

Die Wertpapieranalysten der Wiener Privatbank bestĂ€tigten ihre Kaufempfehlung fĂŒr die Aktien von Schoeller-Bleckmann (SBO) AT0000946652. Der faire Wert fĂŒr die Titel des ÖlfeldausrĂŒsters wurde vom zustĂ€ndigen Experten Nicolas Kneip bei 67,9 Euro unverĂ€ndert belassen. Die SBO-Aktie sank um 3,6 Prozent auf 46,6 Euro.

Unter den weiteren Einzelwerten waren die Anteile von Lenzing AT0000644505 mit minus acht Prozent ebenfalls unter Druck. Noch am Vortag hatte die Titel beflĂŒgelt, dass die B&C-Gruppe strategische Partner fĂŒr den Faserhersteller sucht und dabei auch gewillt ist, die Mehrheit abzugeben.sto/ste/APA/he

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