Aktien Wien Schluss: ATX fÀllt nach Angriff auf den Iran
13.06.2025 - 18:22:29Der ATX AT0000999982 schloss am Freitag 0,77 Prozent leichter bei 4.355,07 Punkten. Mit dem fĂŒnften Tagesminus in Folge fuhr der Leitindex einen Wochenverlust von 2,1 Prozent ein. Damit rutschte er zwar wieder unter die Marke von 4.400 Punkten, an der er sich in den vergangenen Wochen orientiert hatte. Das Mai-Zwischentief bleibt jedoch in komfortabler Distanz.
FĂŒr den ATX Prime ging es vor dem Wochenende 0,79 Prozent hinab auf 2.189,12 ZĂ€hler. Auch an anderen europĂ€ischen Börsen zeigten sich die Kurse belastet. Die Marktakteure wagten sich vor dem Wochenende nicht mehr aus der Deckung, gefragt waren sichere HĂ€fen wie Gold und Staatsanleihen. Die Ălpreise stiegen deutlich an, was die Inflationssorgen wieder anfachte.
Israel hat in der Nacht mit einem GroĂangriff auf iranische StĂ€dte und Atomanlagen begonnen. Im Zuge des israelischen Schlags ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) eine der wichtigsten iranischen Atomanlagen zum Ziel geworden. Die Islamische Republik schlug nach israelischen Angaben bereits mit Drohnen zurĂŒck. Begleitet wurden die Angriffe von einer sich hochschaukelnden Rhetorik beider Seiten.
Gefragt waren in Wien die Anteile am Verbund AT0000746409, sie legten um 3,4 Prozent zu. OMV AT0000743059 konnten gute Verlaufsgewinne hingegen nicht halten und schlossen auf Vortagesniveau. Sie hatten nur zeitweise von den gestiegenen Erdgas- und Ălpreisen profitiert. Abgaben verbuchten die Bankaktien. Erste Group AT0000652011, Bawag AT0000BAWAG2 und RBI AT0000606306 bĂŒĂten bis zu 1,9 Prozent ein.
Frequentis ATFREQUENT09, die auch fĂŒr den militĂ€rischen Bereich Kommunikationssysteme anbieten, zogen als bester Wert im Marktsegment Prime Market 5,8 Prozent hoch. Auch im europĂ€ischen Umfeld waren einige RĂŒstungswerte gefragt.
Zur Voestalpine AT0000937503 meldete sich die Erste Group zu Wort. Analyst Michael Marschallinger stufte das Papier von "Buy" auf "Accumulate" zurĂŒck, hob jedoch im selben Zug sein Preisziel an. Die Aktien fielen um 0,4 Prozent.
DO&CO AT0000818802 gaben in einem schwachen europĂ€ischen Branchenumfeld drei Prozent ab. Hier stĂŒtzte auch nicht, dass Analyst Christoph Greulich von der Berenberg Bank als Reaktion auf die jĂŒngsten Jahreszahlen seine Kaufempfehlung bekrĂ€ftigte. Der Analyst sieht den Caterer dank neuer AuftrĂ€ge im Airline-Catering auch in einem schwierigeren Umfeld auf Wachstumskurs.

