Börsen/Aktien, Börsenschluss

Aktien Wien Schluss: Leitindex ATX gewinnt deutlich

10.04.2025 - 18:12:57

Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag mit starken Kursgewinnen aber klar unter dem Tageshoch aus dem Handel verabschiedet.

Der ATX AT0000999982 kletterte 3,15 Prozent auf 3.715,53 ZĂ€hler hoch. Im FrĂŒhhandel war der Leitindex noch um fast neun Prozent hochgesprungen. Auch die europĂ€ischen Leitbörsen zeigten sich mit einer Erholungsrally, nachdem US-PrĂ€sident Donald Trump im internationalen Zollkonflikt am Mittwochabend teilweise eingelenkt hatte.

Eine rasante Kursrally hatte am Vortag die Wall Street geliefert, die US-Börsen kamen am Berichtstag im Verlauf aber wieder klar zurĂŒck. Die AnkĂŒndigung einer Aufschiebung von bestimmten Zöllen fĂŒr einige LĂ€nder durch US-PrĂ€sident Trump hat die AktienmĂ€rkte in den USA am Mittwoch hochspringen lassen. Trump erklĂ€rte, er habe eine 90-tĂ€gige Pause angeordnet und den Satz der neuen Zölle deutlich gesenkt. Dem US-PrĂ€sidialamt zufolge bleibt ein Basiszollsatz von 10 Prozent fĂŒr praktisch alle Einfuhren in die USA in Kraft. Zugleich kĂŒndigte Trump an, den Zollsatz fĂŒr aus China importierte Waren von 104 auf 125 Prozent zu erhöhen.

Am Aktienmarkt lagen auf Unternehmensebene nur wenige Neuigkeiten vor. Der rasante AufwĂ€rtsschub ging quer durch die Branchen. Am deutlichsten nach oben ging es fĂŒr die Aktien des Luftfahrtzulieferers FACC mit plus 7,1 Prozent. Mehr als einen sechsprozentigen Kurszuwachs wiesen Rosenbauer auf. Knapp dahinter verteuerten sich KapschTrafficCom um 5,9 Prozent.

Unter den schwergewichteten Banken legten Erste Group AT0000652011 5,6 Prozent zu. Die AktionÀre der Raiffeisen Bank International AT0000606306 konnten ein Plus von 5,3 Prozent verbuchen und die Bawag AT0000BAWAG2-Titel steigerten sich um 5,1 Prozent.

Beim Cateringunternehmen DO&CO gab es ein Plus von 5,8 Prozent zu sehen. Palfinger AT0000758305 bauten ein Plus von 4,7 Prozent.

UBM legten 3,1 Prozent zu. Der Wiener Immobilienentwickler hat im abgelaufenen Jahr einen Verlust von 23,2 Millionen Euro verbucht - und den Fehlbetrag vor Steuern damit um 40 Prozent gegenĂŒber 2023 reduziert. Die Gesamtleistung wurde demnach um die HĂ€lfte auf 424,9 Millionen Euro gesteigert, der Umsatz um ein Viertel auf 106 Millionen Euro. Laut Analysten der Erste Group wurden damit die vorlĂ€ufig prĂ€sentierten Zahlen bestĂ€tigt.

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