Aktien Wien Schluss: ATX gewinnt 0,30 Prozent
12.12.2024 - 18:12:42Der ATX AT0000999982 gewann 0,30 Prozent auf 3.637,52 Punkte. Der Leitindex verbuchte seinen 5. Tag mit Gewinnen in sechs Sitzungen. An den europÀischen Leitbörsen gab es zum Sitzungsende nur kleine KursverÀnderungen.
Die EuropÀische Zentralbank (EZB) reagierte mit der vierten Zinssenkung in diesem Jahr auf wachsende Sorgen um die Konjunktur im Euroraum. Volkswirte rechnen damit, dass die Notenbank die Leitzinsen im nÀchsten Jahr noch weiter herabsetzen wird. Denn Handelskonflikte etwa mit den USA und ihrem wiedergewÀhlten PrÀsidenten Donald Trump könnten die schwÀchelnde Konjunktur in Europa zusÀtzlich unter Druck setzen.
Vorerst verringert der EZB-Rat den am Finanzmarkt richtungsweisenden Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Diesen Zins erhalten GeschÀftsbanken auf Gelder, die sie bei der Notenbank parken.
In Wien rĂŒckte die OMV AT0000743059 ins Blickfeld. Der Ăl- und Gaskonzern hat am Vorabend mit sofortiger Wirkung den langfristigen Gasliefervertrag mit der russischen Gazprom US3682872078 gekĂŒndigt. Damit habe die OMV keine LiefervertrĂ€ge mit Gazprom und keine GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten in Russland mehr, teilte das Unternehmen mit. Die OMV-Aktie ging mit minus 0,3 Prozent aus dem Tag.
UBM-Anteilsscheine gewannen nach zwei Expertenmeinungen 3,9 Prozent auf 16,10 Euro. Die Analysten der Erste Group haben ihre Kaufempfehlung "Buy" fĂŒr die Aktien des Immobilienentwicklers bestĂ€tigt. Auch das Kursziel von 28,0 Euro wurde unverĂ€ndert beibehalten. In den vergangenen Wochen ist der Aktienkurs ohne fundamentale Nachrichten auf den niedrigsten Stand seit 10 Jahren gefallen, hieĂ es in der Studie.
Raiffeisen Research senkte ihr Kursziel fĂŒr die Aktien von UBM leicht von 25 auf 24 Euro nach unten. Das Anlagevotum "Buy" wurde ebenfalls unverĂ€ndert belassen.
Verkehrszahlen prĂ€sentierte zudem der Flughafen Wien. Die Airport-Gruppe steigerte im November die Zahl der abgefertigten Passagiere um 7,4 Prozent. Die Aktie schloss mit dĂŒnnen HandelsumsĂ€tzen mit minus 0,3 Prozent.
Die schwergewichteten Banken Erste Group und Raiffeisen Bank International AT0000606306 gewannen deutliche 2,7 und 1,1 Prozent. Bawag AT0000BAWAG2 gaben hingegen 0,9 Prozent nach. Die BAWAG-Aktie gilt aber im bisherigen Jahresverlauf als Ăberflieger mit einem Jahresgewinn von etwa 65 Prozent.
UNIQA verteuerten sich um 0,7 Prozent. Bereits am Vortag hatten die Titel des Versicherungskonzerns zugelegt, nachdem das Unternehmen einen optimistischen Ausblick gab.

