Aktien Wien Schluss: Banken-Aktien fester
17.04.2024 - 18:15:31Der ATX gewann 0,30 Prozent auf 3507,97 Punkte. UnterstĂŒtzend werteten Marktbeobachter eine leicht freundliche Tendenz an den europĂ€ischen Leitbörsen. An der Wall Street traten die Aktienkurse im Verlauf weitgehend auf der Stelle.
Die Unsicherheit an den internationalen FinanzmĂ€rkten bleibt mit mehreren Problemfeldern im Blick aber groĂ. "Das geopolitische Risiko ist hoch, auch wenn aufgrund der abwartenden israelischen Haltung nach dem Angriff des Irans an den FinanzmĂ€rkten noch kein Risk-off-Modus vorherrscht", formulierten die Helaba-Analysten. Auch bei den Ălpreisen sei die Situation zunĂ€chst noch ruhig, auch wenn die Ălnotierungen in den vergangenen Wochen bereits angezogen haben, hieĂ es weiter.
Ins Plus gezogen wurde der heimische Leitindex vor allem von den Kursgewinnen der schwergewichteten Banken. Die AktionÀre der BAWAG konnten ein Plus von zwei Prozent verbuchen. Erste Group verteuerten sich um 1,1 Prozent und Raiffeisen Bank International steigerten sich um 0,8 Prozent.
Deutliche KursaufschlÀge gab es auch bei Werten aus der Bauwirtschaft zu sehen. Die Porr-Aktie baute ein Plus von 4,3 Prozent. Die Papiere des Ziegelherstellers Wienerberger zogen 1,3 Prozent hoch. SchwÀcher prÀsentierten sich hingegen die Schwergewichte Verbund und Voestalpine mit AbschlÀgen von 1,9 bzw. 2,2 Prozent.
Auf Unternehmensebene rĂŒckten zudem Telekom Austria und EuroTeleSites mit Zahlenvorlagen ins Blickfeld. Der Telekom-Konzern hat im ersten Quartal 2024 den Umsatz um 0,7 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro gesteigert. Unterm Strich wies der teilstaatliche Konzern einen Gewinn von 113 Millionen Euro aus - um 13,3 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Analysten der Erste Group schrieben in einer ersten EinschĂ€tzung des Zahlenwerks, dass die Markterwartungen vom Umsatz- bis zum Ergebnisausweis verfehlt wurden. Die Telekom-Aktie ging prozentual unverĂ€ndert aus dem Handelstag.
EuroTeleSites, in der die frĂŒheren FunktĂŒrme der Telekom Austria eingegliedert sind, erwirtschaftete im ersten Quartal einen Umsatz von 63,9 Millionen Euro. Mit einem Ebitda von 54,4 Millionen Euro erzielte das Unternehmen eine Ebitda-Marge von 85,1 Prozent. Hier ĂŒberraschte laut Erste Group der Umsatz und das Ebitda leicht positiv, der Nettogewinn lag jedoch unter den SchĂ€tzungen. Die Aktie reagierte mit plus 2,3 Prozent.
Eine Analystenstimme gab es zudem zur FACC-Aktie. Die Experten der Erste Group bestĂ€tigten ihre "Buy"-Empfehlung fĂŒr die Titel des Luftfahrtzulieferers und revidierten ihr Kursziel von 9,5 auf 10,0 Euro nach oben. Die FACC-Papiere schlossen mit plus 2,3 Prozent bei 6,24 Euro.

