Aktien Wien Schluss: Leitindex ATX gewinnt halbes Prozent
30.01.2026 - 18:59:04Der ATX AT0000999982 schloss am Freitag mit plus 0,47 Prozent auf 5.604,90 Punkte. Der österreichische Leitindex zeigte sich nach dem Vortagesverlust wieder erholt. Der ATX Prime legte um 0,39 Prozent auf 2.779,34 ZÀhler zu.
Geopolitische Themen standen weiterhin im Fokus der AktienmÀrkte. Dabei bereitet ein möglicher Angriff der US-StreitkrÀfte auf den Iran Sorgen. Entspannung könnte hingegen die Lage in der Ukraine bringen. Russland stimmte einer Bitte von US-PrÀsident Donald Trump zu und stellte die Luftangriffe auf Kiew vorerst ein. Die Ukraine signalisierte im Gegenzug Bereitschaft, Angriffe auf russische Raffinerien auszusetzen.
Im Verlauf wurden moderat verbesserte Konjunkturdaten veröffentlicht. In Ăsterreich wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2025 laut Wifo-SchnellschĂ€tzung um 0,2 Prozent, im Jahresabstand legte die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent zu. In Deutschland nahm das BIP zum Vorquartal etwas stĂ€rker zu als zunĂ€chst angenommen. 0,3 Prozent Plus ergaben neueste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes.
Unternehmensseitig stand am Wiener Aktienmarkt die Raiffeisen Bank International AT0000606306 (RBI) im Mittelpunkt. Laut vorlÀufigem Jahresergebnis 2025 stieg der Gewinn ohne Russland um 48 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. In Russland schrieb die Bank dagegen einen Verlust nach Steuern von 86 Millionen Euro.
Die Erste Group Research sieht im Dividendenvorschlag von 1,60 Euro pro Aktie eine positive Ăberraschung und eine deutliche Steigerung gegenĂŒber dem Vorjahr (1,10 Euro). Allerdings wurde ein solcher Schritt erwartet. Die Ergebnisse dĂŒrften aus Sicht des Analysten Thomas Unger weitere Kursgewinne ermöglichen. UBS Research erwartet, dass die Aktien weitgehend im Einklang mit dem Sektor gehandelt werden. LBBW Research stuft die RBI-Anleihen weiterhin als "Additional" ein. Der Kurs der RBI-Aktie stieg um 0,71 Prozent.
Bajaj Mobility, vormals Pierer Mobility, legten um 2,86 Prozent zu. Die KTM-Mutter hatte am Donnerstag vorlÀufige Zahlen vorgelegt. Voestalpine AT0000937503 gewann 1,88 Prozent.
Der steirische Maschinen- und Anlagenbauer Andritz AT0000730007 will in den kommenden beiden Jahren einen höheren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in den Ausbau der Standorte in Linz und im oststeirischen Weiz investieren. Damit soll der weltweit steigenden Nachfrage nach Turbogeneratoren Rechnung getragen werden. Durch den Ausbau sollen insgesamt rund 350 neue ArbeitsplÀtze entstehen. Ab sofort werde auch nach entsprechend qualifizierten Mitarbeitern gesucht, hieà es am Freitag. Die Andritz-Werte blieben unverÀndert bei 73,00 Euro.
Auf Erholungskurs begab sich die Porr AT0000609607. Nach einem Vortagesverlust von 3,24 Prozent lag die Aktie des Baukonzerns mit 1,60 Prozent im Plus. Bei den schwergewichteten Banken verteuerten sich die Titel der Erste Group AT0000652011 um 1,58 Prozent. Die Werte der Bawag AT0000BAWAG2 gingen hingegen um 0,07 Prozent hinunter. Die Addiko Bank verlor 3,77 Prozent und war damit Schlusslicht im Marktsegment prime market.
Verluste gab es auch fĂŒr die Werte von RHI AT0000676903 Magnesita (minus 3,08 Prozent) und Rosenbauer AT0000922554 (minus 3,06 Prozent). Lenzing AT0000644505 verlor 2,30 Prozent. Die OMV AT0000743059 fiel um 0,10 Prozent auf 50,05 Euro. Die kanadische Bank RBC hatte am Donnerstag ihr Anlagevotum fĂŒr die OMV-Aktie von "Sector-perform" auf "Underperform" zurĂŒckgenommen und das Kursziel von 50 auf 46 Euro nach unten revidiert.

