Grimm distanziert sich von anderen Wirtschaftsweisen
02.03.2026 - 10:30:59 | dpa.de"Ich habe dem Statement nicht zugestimmt", schrieb Grimm am Morgen auf der Plattform X. Die personelle Besetzung des SachverstÀndigenrats liege nach dem Gesetz in der ZustÀndigkeit der politischen EntscheidungstrÀger und nicht beim Rat selbst. "Eine öffentliche Stellungnahme des Rates zu seiner eigenen personellen Zusammensetzung gehört daher nicht zu seinem Mandat."
Die "Wirtschaftsweisen" hatten am Sonntag eine ErklĂ€rung verbreitet. Darin hieĂ es, der SachverstĂ€ndigenrat nehme "mit groĂer Verwunderung und allergröĂtem Bedauern" zur Kenntnis, dass das Mandat von Malmendier nach nur dreieinhalbjĂ€hrigen Amtszeit nicht verlĂ€ngert werde. Malmendier selbst sprach von "groĂem Bedauern", dass ihr Mandat nicht verlĂ€ngert worden sei. Gegen eine VerlĂ€ngerung der Amtszeit gab es Medienberichten zufolge Widerstand im CDU-gefĂŒhrten Bundeswirtschaftsministerium.
Das VerhĂ€ltnis von Grimm zu ĂŒbrigen Mitgliedern des SachverstĂ€ndigenrats gilt als belastet. Die Professorin an der Technischen UniversitĂ€t NĂŒrnberg ist oft anderer Meinung und verfasst in Gutachten hĂ€ufig Minderheitsvoten. In der Kritik steht sie auĂerdem, weil sie Aufsichtsratsmitglied bei Siemens Energy DE000ENER6Y0 ist.
Folgt Felbermayr?
Der unabhĂ€ngige SachverstĂ€ndigenrat berĂ€t die Bundesregierung. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sowie das "Handelsblatt" berichten, soll der Ăkonom Gabriel Felbermayr neuer "Wirtschaftsweiser" werden und Malmendier nachfolgen. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums wollte sich dazu nicht Ă€uĂern. Der Handelsexperte Felbermayr ist Direktor des Ăsterreichischen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung und war zuvor Chef des Kiel Instituts fĂŒr Weltwirtschaft.
Den Medienberichten zufolge soll auĂerdem die Amtszeit von Grimm, die im FrĂŒhjahr 2027 auslĂ€uft, nicht verlĂ€ngert werden. Wie das "Handelsblatt" berichtet, hat Grimm gute Chancen, neue PrĂ€sidentin am Leibniz-Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung Essen zu werden.
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