Masern-FĂ€lle, USA

So viele Masern-FĂ€lle in USA wie seit 35 Jahren nicht mehr

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 08:52 Uhr | dpa.de

Die Zahl der Maserninfektionen in den USA ist auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten gestiegen.

Mehr als 2.300 FÀlle in 45 Bundesstaaten sind in diesem Jahr bereits dokumentiert, wie aus Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC und der Johns-Hopkins-UniversitÀt in Baltimore hervorgeht. Das sind den Daten zufolge bereits mehr als im gesamten Jahr 2025. Damals waren es laut CDC 2.289 FÀlle gewesen - und schon das waren mehr als in den Jahrzehnten zuvor.

Im Jahr 2000 hatte die Krankheit in den USA eigentlich schon als besiegt gegolten. Danach hatte es nur sporadisch immer wieder kleinere AusbrĂŒche gegeben. In den vergangenen anderthalb Jahren gab es nun mehr FĂ€lle als in den 25 Jahren davor zusammen.

Die meisten FĂ€lle bei ungeimpften Kindern und Jugendlichen

Im nordamerikanischen Nachbarland Kanada waren die Masern 1998 fĂŒr ausgerottet erklĂ€rt worden. Weil das Land ebenfalls mit großen AusbrĂŒchen kĂ€mpft, war ihm im Herbst von der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) der entsprechende Status entzogen worden. Den USA droht jetzt Ähnliches.

Besonders betroffen waren in den USA in diesem Jahr bislang unter anderem die Bundesstaaten South Carolina, Utah, Texas, Florida und Arizona. Mehr als die HĂ€lfte der Infektionen betrafen Kinder und Jugendliche und mehr als 90 Prozent der Betroffenen waren nicht geimpft.

Kritik an Gesundheitsminister Kennedy

Im vergangenen Jahr waren zwei Kinder in Texas und ein Mann im Bundesstaat New Mexico nach Maserninfektionen gestorben. Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in ExtremfÀllen lebensbedrohlich sein.

Der von US-PrĂ€sident Donald Trump ernannte Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. steht wegen der steigenden Zahlen der Maserninfektionen in der Kritik. Er hatte immer wieder Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen geĂ€ußert.

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