RSV-FĂ€lle, SĂ€uglingen

RSV-FĂ€lle bei SĂ€uglingen seit neuem Wirkstoff halbiert

26.08.2025 - 06:28:13

Die Zahl der RSV-FĂ€lle bei SĂ€uglingen hat sich seit der EinfĂŒhrung eines Antikörper-Wirkstoffs mehr als halbiert.

Im Winter 2024/25 wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) 1.045 Erkrankungen pro 100.000 Babys gemeldet, wie es in einer Analyse von RKI-Experten heißt. In der Saison 2023/24 waren es noch rund 2.290 FĂ€lle pro 100.000. Die Ergebnisse wurden im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.

SĂ€uglinge mussten vergangenen Winter auch deutlich seltener wegen RSV ins Krankenhaus als in der Saison davor. Die Klinikeinweisungen haben sich den RKI-Forschern zufolge mehr als halbiert - von rund 6.480 in der Saison 2023/24 auf knapp 2.900 in der Saison 2024/25. 2023/24 mussten davon 121 auf die Intensivstation, 2024/25 nur noch 55. Bundesweit lagen fĂŒr zwei Drittel der RSV-FĂ€lle bei SĂ€uglingen Informationen zur Krankenhauseinweisung vor.

Saisonale Schwankung als Grund fĂŒr RĂŒckgang unwahrscheinlich

RSV steht fĂŒr Respiratorisches Synzytial-Virus. FĂŒr alle Neugeborenen und SĂ€uglinge empfiehlt die StĂ€ndige Impfkommission (Stiko) seit Juni 2024 einen Antikörper-Wirkstoff zum Schutz vor RSV. Es handelt sich um eine sogenannte passive Immunisierung: Verabreicht werden bereits gebildete Antikörper, diese werden also nicht aktiv vom eigenen Immunsystem produziert.

Die RSV-Inzidenz könne von Saison zu Saison deutlich variieren, wie die Experten erklÀren. Es sei aber unwahrscheinlich, dass die derart starke Abnahme bei SÀuglingen mit saisonalen Schwankungen zusammenhÀnge. Die RKI-Forscher gehen daher davon aus, dass der RSV-Schutz einen deutlichen Effekt hat.

RSV kann Bronchitis und LungenentzĂŒndungen verursachen

JĂ€hrlich erkranken zahlreiche Kinder an RSV. Die Krankheit verursacht bei Kindern wie Erwachsenen Infektionen der Atemwege. GrundsĂ€tzlich kann man in jedem Alter daran erkranken und sich wiederholt infizieren. Gerade bei SĂ€uglingen kann der Erreger Bronchitis und LungenentzĂŒndungen verursachen. Bei schwerem Verlauf kann laut RKI eine Beatmung nötig sein. Tödliche VerlĂ€ufe sind möglich, in Deutschland aber sehr selten.

@ dpa.de