Spahn, Waffenstopp

Spahn: Waffenstopp hat Beziehungen zu Israel nicht belastet

05.02.2026 - 06:30:13

Die zeitweilige BeschrÀnkung der deutschen Waffenexporte wÀhrend des Gazakriegs hat den Beziehungen zu Israel nach EinschÀtzung von Unionsfraktionschef Jens Spahn nicht geschadet.

"Das war tatsĂ€chlich kein Thema", sagte Spahn der Deutschen Presse-Agentur nach politischen GesprĂ€chen in Israel. "Es war die richtige Entscheidung, im RĂŒckblick sowieso. Und es war genauso eine richtige Entscheidung, mit dem Waffenstillstand die Waffenlieferung auch wieder vollstĂ€ndig aufzunehmen."

Die Bundesregierung hatte im Sommer mit Blick auf die humanitĂ€re Lage im Gazastreifen entschieden, keine Waffen an Israel zu liefern, die in dem KĂŒstengebiet eingesetzt werden konnten. Das hatte in der Union Kritik ausgelöst. Inzwischen ist der Teil-Exportstopp wieder aufgehoben. Spahn traf in Jerusalem unter anderen den israelischen StaatsprĂ€sidenten Izchak Herzog.

Spahn sagte, grundsĂ€tzlich gebe es in Israel "eine große Dankbarkeit fĂŒr die Klarheit der deutschen UnterstĂŒtzung von Tag eins an, die sich ja auch abhebt von vielen anderen europĂ€ischen Stimmen". Neben den USA sei Deutschland der engste Partner und UnterstĂŒtzer Israels. NatĂŒrlich kĂ€men in seinen GesprĂ€chen auch Probleme auf den Tisch. "Wir haben ĂŒber Übergriffe auf Christen durch einige gewalttĂ€tige Siedler gesprochen, zum Beispiel", sagte Spahn.

In Deutschland werde bisweilen unterschĂ€tzt, wie stark Israel als Land nach dem TerrorĂŒberfall der Hamas vom 7. Oktober 2023 verwundet sei. "Das Land muss erst mal noch verarbeiten, dass eben Nachbarn es brutal ĂŒberfallen haben, Menschen getötet haben", sagte der CDU-Politiker. Es gebe großes Misstrauen, aber auch den Wunsch, wieder zu StabilitĂ€t und Frieden zu kommen, sowohl im Gazastreifen als auch mit dem Libanon.

"Was uns wichtig ist, jetzt auch aus der CDU-CSU-Bundestagsfraktion, ist, dass wir wieder NormalitÀt in die besondere Beziehung bringen", sagte Spahn.

@ dpa.de