DigiDEM Bayern wächst zum größten deutschen Demenzregister
27.03.2026 - 05:49:09 | boerse-global.deDas Digitale Demenzregister Bayern (digiDEM Bayern) verzeichnet deutliches Wachstum. Das Projekt präsentierte gestern im CSU-Arbeitskreis Gesundheit neue Strategien für die Früherkennung und Versorgung. Die Bedeutung des Registers steigt, denn die Zahl der Demenzerkrankten in Bayern nimmt stetig zu.
Während Forschungsprojekte wie digiDEM die Versorgung verbessern, können Sie selbst aktiv werden, um Ihre geistige Fitness zu fördern. Dieser kostenlose Ratgeber bietet Ihnen 11 praktische Übungen und wertvolle Tipps, um Ihr Gedächtnis zu stärken und das Demenz-Risiko zu senken. Kostenlosen Ratgeber „Gehirntraining leicht gemacht“ herunterladen
Über 3.300 Teilnehmer und ein riesiges Netzwerk
DigiDEM Bayern zählt mittlerweile 3.355 Teilnehmende. Mit 291 Forschungspartnern und 235 durchgeführten Demenz-Screeningtagen ist es das größte Demenzregister Deutschlands. Es gehört zu den umfangreichsten Langzeitprojekten seiner Art in der EU.
Das vom bayerischen Gesundheitsministerium geförderte Register sammelt in allen sieben Regierungsbezirken Daten. Es erfasst Behandlung, Versorgung und die Belastung pflegender Angehöriger. Diese Daten sind dringend nötig: Schätzungen zufolge erhält derzeit nur etwa jeder zehnte Betroffene in Bayern überhaupt eine Diagnose.
Früher erkennen, Lücken schließen
„Eine frühe Diagnose ist entscheidend“, betonte Prof. Dr. Peter Kolominsky-Rabas bei der Präsentation. Sie gebe Betroffenen und Familien mehr Zeit, mit den Symptomen umzugehen und Unterstützung zu organisieren.
Ein Kernziel ist es, Versorgungslücken transparent zu machen. Erste Daten zeigen bereits regionale Unterschiede: In Städten werden häufiger spezifische Demenzdiagnosen gestellt, auf dem Land dagegen oft nur unspezifische. Diese Erkenntnisse sollen helfen, gezielte Maßnahmen zu entwickeln – besonders für strukturschwache, ländliche Regionen.
Eine frühzeitige Gewissheit ist der erste Schritt, um bei Vergesslichkeit richtig zu reagieren und rechtzeitig Unterstützung zu finden. Nutzen Sie diesen anonymen 2-Minuten-Selbsttest mit 7 Experten-Fragen für eine erste diskrete Einschätzung möglicher Anzeichen. Jetzt kostenlosen Demenz-Selbsttest starten
KI und digitale Tools als Hoffnungsträger
Digitale Technologien spielen eine Schlüsselrolle. Sie sind jederzeit verfügbar und können Gebiete mit geringer Ärztedichte entlasten. DigiDEM Bayern nutzt digitale Fragebögen, die auch Angehörige zur Einschätzung kognitiver Beeinträchtigungen nutzen können.
Künstliche Intelligenz (KI) wird als zukunftsweisend betrachtet. Sie kann traditionelle statistische Methoden ergänzen und zu völlig neuen Erkenntnissen in der Versorgungsforschung führen. Die Digitalisierung wird so zum Motor für bessere Pflege.
Vom Freistaat in die europäische Datenlandschaft
Das Register ist als Langzeitstudie angelegt. Die gewonnenen Daten sind auch für die bis Ende 2026 umzusetzende Nationale Demenzstrategie relevant.
Die europäische Perspektive rückt in den Fokus: Der geplante „European Health Data Space“ (EHDS) der EU soll Gesundheitsdaten länderübergreifend nutzbar machen. Für DigiDEM Bayern eröffnet das Chancen. Gemeinsame Analysen über Ländergrenzen hinweg könnten Unterschiede in Prävention und Versorgung sichtbar machen und die Forschung enorm beschleunigen.
Der Bedarf ist riesig. Aktuell leben in Bayern etwa 270.000 Menschen über 65 mit Demenz. Bis 2030 wird ein Anstieg auf rund 300.000 erwartet. Die Weiterentwicklung digitaler Register wie DigiDEM Bayern wird entscheidend sein, um dieser Herausforderung zu begegnen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.

