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DLR steigt als Investor in Tech-Transfer-Fonds TT49 ein

28.01.2026 - 15:44:12

Der neue Tech Transfer Fonds TT49 mit DLR-Beteiligung schließt eine kritische Finanzierungslücke für forschungsbasierte Startups und stärkt Deutschlands Position im globalen Technologiewettbewerb.

Der Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt sich als Schlüsselinvestor am neuen Tech Transfer Fonds TT49. Diese strategische Partnerschaft soll die Lücke zwischen Spitzenforschung und marktreifen Produkten schließen und Deutschlands Position im globalen Technologiewettbewerb stärken.

Mit einem geplanten Volumen von 90 Millionen Euro adressiert der Fonds eine kritische Finanzierungslücke. Er bietet speziell technologieorientierten Startups und Ausgründungen aus deutschen Forschungseinrichtungen entscheidendes Pre-Seed-Kapital. Das DLR schließt sich damit der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) in einer einflussreichen Allianz an. Gemeinsam schaffen sie ein mächtiges Unterstützungsnetzwerk, um wissenschaftliche Durchbrüche in wachstumsstarke Unternehmen zu verwandeln.

Eine neue Allianz für deutsche Spitzentechnologie

Der TT49-Fonds markiert eine neue Ära für die Frühphasenfinanzierung. Sein Name ist Programm: „TT“ steht für Technologietransfer, „49“ für die deutsche Landesvorwahl. Er löst den erfolgreichen Fraunhofer Technologie-Transfer Fonds (FTTF) ab und erweitert dessen Reichweite und Finanzkraft entscheidend.

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Erstmals beteiligen sich neben der Fraunhofer-Gesellschaft und dem EIF auch nicht-universitäre Forschungsschwergewichte wie das DLR als öffentliche Partner. Das Konsortium wird durch zahlreiche private Investoren verstärkt, darunter Unternehmerfamilien und erfolgreiche Mittelständler – die oft als „Hidden Champions“ bezeichnet werden. Diese Public-Private-Partnership soll nicht nur Kapital, sondern auch strategisches Know-how und wertvolle Netzwerke bereitstellen. Der Fonds agiert als privates Investmentvehikel mit klaren Renditezielen, ähnlich einem klassischen Wagniskapitalfonds.

Breiteres Mandat für mehr Innovationskraft

Die Kernmission von TT49 ist die Frühfinanzierung von Deep-Tech-Startups. Das Mandat wurde entscheidend erweitert: Gefördert werden nun nicht mehr ausschließlich Fraunhofer-Ausgründungen, sondern auch Startups aus anderen deutschen Top-Forschungseinrichtungen. Dazu zählen explizit das DLR, die Max-Planck-Gesellschaft und die Leibniz-Gemeinschaft sowie deren Partneruniversitäten.

Damit erschließt der Fonds ein gewaltiges Innovationspotenzial. Diese vier Forschungsorganisationen verfügen gemeinsam über einen Jahresetat von rund 15 Milliarden Euro und betreiben 275 Institute. TT49 will der finanzielle Katalysator sein, der Forschern und „Sciencepreneurs“ die schwierige Gründungsphase erleichtert. Gefördert werden Teams mit einem skalierbaren Geschäftsmodell, klarem Zugang zur geistigen Eigentumsrechten und überzeugender Kompetenz.

Die Strategie: Langfristige Partnerschaft für Deep-Tech

Die Investment-Strategie von TT49 ist auf forschungsbasierte Startups zugeschnitten. Der Fonds steigt typischerweise in der allerersten Phase ein, wenn Forschung in eine Unternehmensstruktur überführt wird. Die initialen Investments liegen zwischen 250.000 und einer Million Euro. Dieses Kapital soll Aktivitäten wie Technologievalidierung, Prototypenentwicklung und die Vorbereitung auf weitere Finanzierungsrunden ermöglichen.

TT49 versteht sich als langfristiger Partner und bietet Nachfolgeinvestments von bis zu sieben Millionen Euro für seine vielversprechendsten Portfoliounternehmen. Diese nachhaltige Unterstützung ist für Deep-Tech-Vorhaben entscheidend, die oft mehr Zeit und Kapital bis zur Marktreife benötigen als Software-Startups. Die Strategie ist technologieoffen, einzig die Pharmaforschung ist aufgrund ihrer extrem langen Entwicklungszyklen derzeit ausgenommen.

Analyse: Schließung einer kritischen Finanzierungslücke

Der Einstieg des DLR ist eine logische Erweiterung seines Engagements im Technologietransfer. Das Zentrum verfügt mit seiner internen „DLR_Startup-Factory“ bereits über einen robusten Rahmen zur Förderung von Ausgründungen in den Bereichen Luftfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit. Der TT49-Fonds bietet nun ein dediziertes, externes Finanzierungsvehikel, um diese Bemühungen zu verstärken.

Die Initiative adressiert ein bekanntes Problem im deutschen und europäischen Wagniskapitalmarkt: den Mangel an Frühphasenkapital für forschungsintensive, hardwarebasierte Deep-Tech-Unternehmen. Während Spätphasenfinanzierungen zugenommen haben, bleiben die Pre-Seed- und Seed-Phasen für kapitalintensive Ideen ein Engpass. TT49 ist gezielt strukturiert, um diese Lücke zu schließen. Laut Tobias Schwind, General Partner des Fonds, ermöglicht die enge Kooperation zwischen Forschungsinkubatoren, Gründern und TT49 die schnelle Umsetzung von Forschung in nachhaltige, skalierbare Lösungen.

Ausblick: Mehr Gründungen, globale Wettbewerbsfähigkeit

Der Start des TT49-Fonds mit dem DLR als neuem Partner wird langfristige Auswirkungen auf das deutsche Startup-Ökosystem haben. Die verbesserte Verfügbarkeit von spezialisiertem Frühphasenkapital dürfte mehr Forscher zur Unternehmensgründung ermutigen. Die Folge wäre eine höhere Anzahl hochwertiger Ausgründungen aus den nationalen Spitzenforschungseinrichtungen.

In den kommenden Jahren könnte dieser Schritt den Markteintritt transformativer Technologien in Schlüsselindustrien beschleunigen. Durch die Bereitstellung von Kapital und praktischer Unterstützung wird TT49 deutschen Deep-Tech-Startups helfen, global zu konkurrieren. Der Erfolg dieses erweiterten Public-Private-Modells könnte zudem als Blaupause für künftige Förderinitiativen dienen. Die Aktivitäten des Fonds werden genau beobachtet werden – als Indikator für Deutschlands Fähigkeit, weltführende Forschung auch in weltführende Unternehmen zu übersetzen.

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