Drime, Koofr

Drime, Koofr und Internxt: Cloud-Speicher zum Einmalpreis im Aufwind

02.03.2026 - 15:01:51 | boerse-global.de

Neue Cloud-Anbieter wie Drime, Koofr und Internxt bieten ab MĂ€rz 2026 Speicherplatz gegen Einmalzahlung an und setzen auf Datenschutz. Experten raten zur PrĂŒfung der GeschĂ€ftsbedingungen.

Drime, Koofr und Internxt: Cloud-Speicher zum Einmalpreis im Aufwind - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Drime, Koofr und Internxt: Cloud-Speicher zum Einmalpreis im Aufwind - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Einmal zahlen, fĂŒr immer speichern: Neue Cloud-Anbieter attackieren mit Pauschalangeboten das Abo-Modell der Tech-Giganten.

Im Kampf gegen die allgegenwĂ€rtige Abo-MĂŒdigkeit setzen Cloud-Speicheranbieter auf ein radikales Gegenmodell. Seit Anfang MĂ€rz 2026 drĂ€ngen Anbieter wie Drime, Koofr und Internxt mit aggressiven Lifetime-Deals auf den Markt. Sie bieten sicheren, langfristigen Speicher gegen eine einmalige Zahlung – und stellen sich damit direkt gegen die wiederkehrenden GebĂŒhren von Google Drive, Dropbox und Microsoft OneDrive.

Drime: Mehr als nur Speicherplatz

Den Auftakt machte am 1. MĂ€rz 2026 das Angebot von Drime Secure Cloud Storage. Das „Essentials Plan“-Paket bietet 2 TB lebenslangen Speicher und integriert gleich eine Suite von Kollaborationstools. Nutzer erhalten geteilte Arbeitsbereiche, Echtzeit-Dokumentenbearbeitung und sogar digitale Unterschriften in einem Dienst.

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Die Sicherheit steht im Fokus: Dateien werden bereits auf dem GerĂ€t des Nutzers mit AES-256 verschlĂŒsselt, bevor sie in die Cloud gelangen. Dieser Zero-Knowledge-Ansatz garantiert, dass nur der Nutzer selbst auf seine Daten zugreifen kann. Die Server stehen zudem in der EU und erfĂŒllen damit die DSGVO – ein starkes Argument fĂŒr datenbewusste Nutzer und Unternehmen.

Koofr und Internxt: Limitierte Deals fĂŒr große AnsprĂŒche

Parallel zu Drime werben auch andere Anbieter mit zeitlich begrenzten Pauschalangeboten. Koofr Cloud Storage bietet bis zum 7. MĂ€rz einen Lifetime-Tarif mit 1 TB Speicher. Die Besonderheit: Die Plattform kann bestehende Konten bei Dropbox, Google Drive und OneDrive einbinden und so verschiedene Cloud-Dienste zentral verwalten.

Noch grĂ¶ĂŸer denkt Internxt. Dessen am 1. MĂ€rz vorgestelltes Angebot umfasst satte 100 TB lebenslangen Speicher. Dieses Volumen richtet sich an Profis wie Videoeditoren oder Datenarchivare, die bei Abo-Diensten jĂ€hrlich vierstellige BetrĂ€ge zahlen mĂŒsnten. Auch Internxt setzt auf Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung, Open-Source-Architektur und DSGVO-KonformitĂ€t.

Das Kleingedruckte: „Lebenslang“ bedeutet Unternehmensleben

Die Rechnung fĂŒr Verbraucher scheint einfach: Ein typischer 2-TB-Abo-Plan bei einem großen Anbieter kostet ĂŒber 100 Euro pro Jahr. Ein Lifetime-Deal fĂŒr wenige hundert Euro hat sich so in wenigen Jahren amortisiert. Zudem entfĂ€llt das Risiko spĂ€terer Preiserhöhungen.

Doch der entscheidende Haken liegt in der Definition von „Lifetime“. Gemeint ist die Lebensdauer des Unternehmens, nicht die des Nutzers. Geht der Anbieter pleite, ist der Speicherplatz weg. Experten raten daher, vor dem Kauf die Reputation, Sicherheitsstandards und GeschĂ€ftsbedingungen des Anbieters genau zu prĂŒfen.

Trendwende: Vom Abo-Zwang zur Datenhoheit

Der Boom der Pauschalangebote spiegelt einen grundlegenden Stimmungswechsel wider. Immer mehr Nutzer lehnen die „Abo-Ökonomie“ ab und suchen nach vorhersehbaren Kosten. Eine Studie zu Cloud-Kosten von 2025 unterstreicht das: 95 Prozent der IT-Entscheider berichteten von unerwarteten ZusatzgebĂŒhren der großen Anbieter, die Budgets sprengten.

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Diese finanzielle Unberechenbarkeit, gepaart mit wachsenden Datenschutzbedenken gegenĂŒber Tech-Giganten, schafft perfekte Bedingungen fĂŒr Alternativen. Anbieter wie Drime oder Internxt positionieren sich gezielt mit PrivatsphĂ€re als Unique Selling Proposition. Die Zero-Knowledge-VerschlĂŒsselung verspricht echte Datenhoheit – ein starkes Argument fĂŒr alle, die nicht wollen, dass ihre Dateien gescannt oder analysiert werden.

Mehr Wettbewerb, mehr Wahlmöglichkeiten

Der Druck durch diese aggressiven Einmalzahlungsmodelle wird 2026 voraussichtlich weiter zunehmen. Je bekannter die kostengĂŒnstigen und privatsphĂ€renfreundlichen Alternativen werden, desto mehr mĂŒssen sich die etablierten Abo-Dienste fĂŒr ihre Preismodelle rechtfertigen.

FĂŒr Verbraucher bedeutet dieser Trend mehr Macht. Sie können die Kontrolle ĂŒber ihre digitalen Speicherkosten zurĂŒckgewinnen. Wer die nötige Sorgfalt walten lĂ€sst, findet derzeit attraktive Gelegenheiten, große Cloud-KapazitĂ€ten mit einer einzigen Vorauszahlung zu sichern. Der Erfolg dieser Deals könnte weitere Anbieter in den Lifetime-Markt locken – und so die Innovation bei sicheren, langfristigen Speicher lösungen weiter befeuern.

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