Produktion/Absatz, Spanien

Flugsicherung: Drohnen behinderten auch 2023 den Luftverkehr

05.01.2024 - 15:10:13

Drohnen haben auch im gerade abgelaufenen Jahr 2023 den zivilen Flugverkehr im deutschen Luftraum behindert.

Mit 151 FÀllen registrierte die Deutsche Flugsicherung (DFS) die dritthöchste Zahl von GefÀhrdungen nach den Jahren 2018 (158 FÀlle) und 2022 (152 FÀlle). In der Corona-Zeit hatte es zwischenzeitlich weniger Drohnensichtungen in der NÀhe ziviler Flugzeuge oder Flugeinrichtungen gegeben.

84 Behinderungen oder 56 Prozent der aktuellen FĂ€lle ereigneten sich in der NĂ€he grĂ¶ĂŸerer FlughĂ€fen, wie die DFS am Freitag in Langen bei Frankfurt auf Anfrage mitteilte. Mit jeweils 21 FĂ€llen waren die FlughĂ€fen in Frankfurt und Leipzig-Halle am stĂ€rksten betroffen. Es folgt Berlin mit 15 Drohnensichtungen. Einen deutlichen RĂŒckgang auf 7 FĂ€lle gab es in Hamburg, wo es noch im Jahr 2022 die zweitmeisten Beobachtungen gegeben hatte.

Die Flugsicherung geht bereits bei Sichtung einer Drohne davon aus, dass der regulĂ€re Flugverkehr behindert wird, weil Lotsen und Piloten abgelenkt werden könnten. Von ihnen kommt die Masse der Meldungen. In Deutschland sind DrohnenflĂŒge in der NĂ€he von Start- und Landebereichen von FlughĂ€fen verboten - es muss mindestens ein Abstand von 1,5 Kilometer eingehalten werden. DrohnenflĂŒge an FlughĂ€fen gelten strafrechtlich als gefĂ€hrlicher Eingriff in den Luftverkehr und werden mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet.

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