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Aktien Frankfurt: Konjunktursorgen und Zahlen bremsen Dax vor Fed-Zinsentscheid

30.07.2025 - 15:00:31

Durchwachsene GeschĂ€ftszahlen großer Konzerne haben den Dax DE0008469008 am Mittwoch in Zaum gehalten.

Hinzu kamen SchwĂ€chesignale der deutschen Wirtschaft, die im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal etwas schrumpfte. Nach seiner Vortageserholung kam der deutsche Leitindex daher nur schwer in die GĂ€nge und stand am frĂŒhen Nachmittag 0,1 Prozent höher bei 24.248 Punkten.

Am Dienstag bereits hatten Investoren die zunĂ€chst grĂ¶ĂŸere EnttĂ€uschung ĂŒber das Zollabkommen der EuropĂ€ischen Union mit den USA nur bedingt fallen gelassen, denn der Deal bringt Konjunkturrisiken mit sich. Am Mittwoch nun sorgten deutliche Kursverluste bei den Aktien von Adidas DE000A1EWWW0 und Symrise DE000SYM9999 sowie die ZurĂŒckhaltung vor dem am Abend anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank fĂŒr einen trĂ€gen Handelsverlauf.

Die Fed wird wohl erneut dem starken politischen Druck widerstehen und die Zinsen nicht senken. Im weiteren Jahresverlauf jedoch rechnen viele Beobachter mit sinkenden Zinsen. Insofern dĂŒrften Anleger genau auf die geldpolitischen Signale achten, die die US-Notenbank aussendet.

FĂŒr den MDax DE0008467416 der mittelgroßen Werte ging es um 0,5 Prozent auf 31.026 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann 0,3 Prozent.

Hierzulande setzte sich die Bilanzsaison der Unternehmen mit zahlreichen GeschĂ€ftszahlen fort. Dabei enttĂ€uschte insbesondere Adidas die Anleger. Das Analysehaus Jefferies hob hervor, dass der Sportartikelhersteller die Prognose fĂŒr das diesjĂ€hrige operative Ergebnis nicht angehoben hatte, wohl wegen zunehmender Zoll-Unsicherheit und unsicherer EndmĂ€rkte. Damit setzte sich die jĂŒngste KursschwĂ€che fort und die Aktien sackten mit einem Minus von 8,1 Prozent an das Dax-Ende. Sie notieren nun auf dem Niveau des US-Zollschocks Anfang April.

Eine nachlassende Kauflaune vieler Menschen stimmt Symrise vorsichtiger fĂŒr das Wachstum im laufenden Jahr. Analyst Edward Hockin von der US-Bank JPMorgan bemerkte, dass der Aromen- und Duftstoffhersteller seine Umsatzprognose deutlicher als gedacht gesenkt habe. Insofern bĂŒĂŸten die Papiere von Symrise 5,3 Prozent ein.

Unter den besten Werten im Dax gewannen Siemens Healthineers DE000SHL1006 2,1 Prozent. Der Medizintechnikkonzern legte im dritten GeschÀftsquartal eine robuste Entwicklung hin. Der Sportwagenbauer Porsche AG DE000PAG9113 muss zwar wegen der US-Zölle erneut seine Gewinnaussichten stutzen. Allerdings liege der Mittelpunkt der neuen Ergebnisprognose etwas besser als vom Markt bisher eingeschÀtzt, schrieb Experte Stephen Reitman vom Analysehaus Bernstein Research. Die Porsche-Aktien zogen um 2,5 Prozent an.

Im MDax stachen Krones DE0006335003 mit einem Minus von mehr als sieben Prozent negativ heraus. Der Hersteller von AbfĂŒll- und Verpackungsanlagen schnitt im zweiten Quartal etwas schwĂ€cher ab als von Analysten im Schnitt erwartet. Den ersten Platz im Index erklommen Evotec DE0005664809 mit einem Plus von gut zwei Prozent. Der mitten in einem tiefgreifenden Umbau steckende Biotechkonzern will einen Standort in Toulouse an den Pharmakonzern Sandoz CH1243598427 verkaufen.

Der Spezialchemie-Konzern Alzchem DE000A1MBDZ0 bestĂ€tigte nach ZuwĂ€chsen im abgelaufenen Quartal lediglich seine Ziele fĂŒr das Gesamtjahr. Hier nahmen Anleger bei den sehr gut gelaufenen Titeln Gewinne mit, die Papiere rutschten als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 um 7,5 Prozent ab./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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