AKTIEN IM FOKUS: Europas Halbleiteraktien trotzen Kursrutsch von Nvidia
29.08.2024 - 09:37:41GroĂe Branchentitel wie STMicroelectronics NL0000226223, Infineon DE0006231004 und der Anlagenbauer ASML NL0010273215 verbuchten Kursgewinne von bis zu 1,2 Prozent.
An der Technologie-Börse Nasdaq waren Nvidia am Vorabend nach Börsenschluss um rund 7 Prozent abgesackt. Eine nicht ganz so optimistisch wie erwartet ausgefallene Margenprognose hatte unter euphorisierten Investoren fĂŒr EnttĂ€uschung gesorgt. Zudem blieben einige Fragen zu einer Ănderung beim Produktionsverfahren fĂŒr das nĂ€chste Chipsystem mit dem Namen Blackwell unbeantwortet. Am Donnerstagvormittag hellte sich das Bild fĂŒr die Nvidia-Aktien auf Handelsportalen in Europa aber schon wieder etwas auf: Sie verringerten das Minus im Vergleich zum Schlusskurs an der Nasdaq.
Analysten fanden in ersten Reaktionen auch ĂŒberwiegend lobende Worte fĂŒr die Quartalsbilanz von Nvidia. Als Haar in der Suppe machten Stacy Rasgon vom Investmenthaus Bernstein und Toshiya Hari von Goldman Sachs allerdings die Prognose des Chip-Herstellers fĂŒr die ProfitabilitĂ€t aus. "Die Aktie war nachbörslich schwach, aber die Story bleibt solide", lautete das Fazit von Bernstein-Analyst Stacy Rasgon.
Marktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker Robomarkets fasste die Marktreaktion bei Nvidia so zusammen: "Im Vorquartal stiegen die UmsĂ€tze im Jahresvergleich noch um 262 Prozent, im jetzt berichteten Quartal um 122 Prozent und im laufenden Quartal sollen sie 'nur noch' um 75 Prozent steigen. Was im Grunde genommen lediglich einem Basiseffekt aufgrund der bereits hohen Wachstumsraten geschuldet ist, sorgt bei einer Aktie wie Nvidia, die seit Jahresbeginn um 150 Prozent zugelegt hat, fĂŒr ein nachbörsliches Minus von sieben Prozent."
Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank wies darauf hin, dass der Hersteller von Halbleitern fĂŒr KI-Software und Grafik die Umsatzerwartungen nicht so deutlich ĂŒberboten habe wie in den vergangenen Quartalen. Zwar habe das Umsatzziel fĂŒr das laufende dritte Quartal die KonsensschĂ€tzung etwas ĂŒbertroffen, die Prognose liege aber innerhalb der Spanne der SchĂ€tzungen von Analysten.

