DWD-Experte: Mehr Tage mit Waldbrandgefahr durch Klimawandel
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 14:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Anzahl der Tage mit Gefahrenstufe vier - hohe Gefahr - sei vor allem ĂŒber die letzten zwei bis drei Jahrzehnte hinweg deutlich gestiegen, schilderte der DWD-Agrarmeteorologe Andreas Brömser.
Im DWD-Index vom Zeitraum 1961 bis 2025 bedeutet Stufe eins sehr geringe Gefahr, Stufe drei bedeutet mittlere und Stufe fĂŒnf eine sehr hohe Waldbrandgefahr. Zu den Ursachen gehören hohe Temperaturen mit höherer Verdunstung, lĂ€ngere Trockenheit und weniger anhaltender, moderater Regen, der dann auch tiefer, nachhaltig in die Böden einsickern könne.
Waldbrandgefahr in Monschau sinkt - hypothetisch
In der Nacht zu Montag hat im Eifel-Ort Monschau - ganz nah am Brand im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien gelegen - Niederschlag eingesetzt. Laut DWD-Prognose soll es in den nĂ€chsten Tagen immer mal wieder mĂ€Ăig regnen. Experte Brömser sagte auf dpa-Anfrage, der leichte Regen dort könnte zumindest ausreichen, um die Waldbrandgefahr fĂŒr die nĂ€chsten Tage zu senken. Denn die Streuschicht auf den Böden sei mit der mĂ€Ăigen NĂ€sse erst mal nicht mehr zĂŒndfĂ€hig.
Das löse aber nicht das Problem der extrem trockenen Böden, denen zum Teil bis in gröĂeren Tiefen das Wasser fehle. Gehe man von einer Bodentiefe von einem Meter aus, so brĂ€uchte es in der Eifel - grob hochgerechnet - so viel Regen, wie sonst mengenmĂ€Ăig in ein bis zwei durchschnittlichen Monaten falle. Erst damit könne der Boden richtig durchfeuchten und gegen WaldbrĂ€nde besser gewappnet werden.
