E-Patientenakte - HausÀrzte kritisieren technische Umsetzung
Veröffentlicht am: 09.11.2025 um 13:56 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"FĂŒr die Idee gebe ich die Note "sehr gut", fĂŒr die AusfĂŒhrung durch die Krankenkassen, die Industrie und die Digitalagentur Gematik die Note "mangelhaft"", sagte die Vorsitzende des HausĂ€rztinnen- und HausĂ€rzteverbands, Nicola Buhlinger-Göpfarth, der "Rheinischen Post" (Samstag). "Drei Viertel der Praxen berichten in einer Umfrage der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung von technischen Problemen in den letzten Monaten. So zerstört man Vertrauen."
Seit dem 1. Oktober sind Gesundheitseinrichtungen verpflichtet, wichtige Daten wie Befunde oder Laborwerte in die E-Akten einzustellen. Sie können Patienten ein Leben lang begleiten und sollen zu besseren Behandlungen beitragen.
Falsche Diagnosen in den Akten "kein Massenproblem"
Buhlinger-Göpfarth wies VorwĂŒrfe zurĂŒck, dass die Patientenakten (ePA) massenhaft falsche Diagnose enthielten: "Wir Ărzte versorgen ĂŒber 500 Millionen FĂ€lle pro Jahr in unseren Praxen, da sind bestimmt in EinzelfĂ€llen Diagnosen auch mal falsch eingegeben oder veraltet", sagte sie. "Mehr Transparenz durch die ePA ist da gut. Aber das ist doch kein Massenproblem."
Von der Bundesregierung wĂŒnscht sich die Verbandschefin die schnelle EinfĂŒhrung eines Hausarzt-Systems: "Unser Vorschlag: Wer zuerst zum Hausarzt geht, bekommt, wenn nötig, schneller einen Termin beim Facharzt. Das ist ein guter Anreiz", sagte sie.
