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Aktien New York: Dow setzt Rekordlauf fort - Jobdaten dämpfen Zinssorgen

02.07.2026 - 20:00:41 | dpa.de

Ein deutlich schwächer als erwarteter Beschäftigungsaufbau in den USA hat am Donnerstag die Zinssorgen der Anleger gedämpft und dem bekanntesten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial US2605661048 so eine Bestmarke beschert.Am letzten Tag der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche kletterte der Dow erstmals in seiner Geschichte über 52.800 Punkte und toppte damit sein Rekordhoch vom Vortag.

Ein deutlich schwächer als erwarteter Beschäftigungsaufbau in den USA hat am Donnerstag die Zinssorgen der Anleger gedämpft und dem bekanntesten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial US2605661048 so eine Bestmarke beschert.

Am letzten Tag der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche kletterte der Dow erstmals in seiner Geschichte über 52.800 Punkte und toppte damit sein Rekordhoch vom Vortag. Rund zwei Stunden vor Börsenschluss kam er leicht zurück und legte um 0,3 Prozent auf 52.472 Zähler zu.

Der S&P 500 US78378X1072 dreht im Handelsverlauf in die Verlustzone und gab zuletzt um 0,7 Prozent auf 7.432 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 hatte es vorgemacht: Er gab nach frühen Gewinnen um 2,3 Prozent auf 29.114 Zähler nach, womit das Wochenplus auf aktuell 0,3 Prozent zusammenschrumpfte.

Die Erwartungen an eine Zinserhöhung in den USA hätten sich mit den Arbeitsmarktdaten für Juni etwas nach hinten verschoben, sagte ein Marktbeobachter. Das komme gut an den Börsen an, da höhere Zinsen die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen schmälerten.

In der US-Wirtschaft wurden im vergangenen Monat nur halb so viele neue Stellen geschaffen wie prognostiziert, was laut Analyst Tobias Basse von der NordLB "eindeutig" den Handlungsdruck des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh dämpft. "Er kann damit einfacher auf Zeit spielen und auf freundlichere Inflationsdaten warten."

Im Halbleiterbereich ging es erneut für zahlreiche Aktien spürbar abwärts. Die Korrektur unter KI-Werten setzte sich allerorten temporeich fort. Am Markt hieß es dazu, dass die Pläne des Social-Media-Konzerns Meta US30303M1027 latent bestehende Sorgen vor einem Überangebot an Rechenkapazitäten verstärkten.

Besonders deutlich zeigte sich das im Chipbereich, der an der Nasdaq besonders hoch gewichtet ist. Die Papiere von Sandisk US80004C1018, die im bisherigen Jahr mit aktuell mehr als 630 Prozent Plus im Nasdaq 100 bislang am besten gelaufen sind, weiteten ihre kräftigen Vortagsverluste von rund 10 Prozent um weitere 14 Prozent aus. Micron US5951121038, 2026 bislang um 240 Prozent gestiegen und tags zuvor ebenfalls bereits um rund zehn Prozent abgesackt, sanken nun um weitere 6 Prozent. Auch CoreWeave mit minus 6 Prozent und Nebius mit minus 9 Prozent weiteten ihre Verluste aus.

Von der sich fortsetzenden Stabilisierung des Bitcoin-Kurses nach einem 21-Monats-Tief profitierten Aktien von Unternehmen, die maßgeblich an die Wertentwicklung der Digitalwährung gekoppelt sind. So berappelten sich etwa die Anteile von Strategy US5949724083 um weitere 7 Prozent und die von Coinbase US19260Q1076 um weitere 3 Prozent. Strategy ist ursprünglich ein Softwareentwickler, investiert aber schon seit Jahren massiv in den Bitcoin. Coinbase ist eine wichtige Handelsplattform für Kryptowährungen.

Tesla US88160R1014, die zunächst freundlich gestartet waren, gaben um 8 Prozent nach. Damit ist der Großteil der Kursgewinne aus den vergangenen drei Handelstagen wieder Geschichte. Der Technologiekonzern hatte zuvor Zahlen für seine E-Auto-Auslieferungen im zweiten Quartal veröffentlicht. Dass sie besser als erwartet ausgefallen waren, half der Aktie nicht.

Apple US0378331005 legten an der Dow-Spitze um knapp 4,6 Prozent zu. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, plant der Techkonzern die Produktion von rund 10 Millionen faltbaren iPhones in diesem Jahr, statt bislang prognostizierter 7 bis 8 Millionen.

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