Proxima Fusion / Ein funktionierendes Fusionskraftwerk: Proxima Fusion ...
04.03.2025 - 11:58:25 | dpa.deEin funktionierendes Fusionskraftwerk: Proxima Fusion und Partnerveröffentlichen Konzept fĂŒr unbegrenzt sichere und saubere Energie(FOTO)MĂŒnchen (ots) -
- Proxima Fusion stellt mit Stellaris das weltweit erste integrierte Konzept fĂŒr ein kommerzielles Fusionskraftwerk vor, das zuverlĂ€ssig und kontinuierlich betrieben werden kann.- Das Stellaris-Konzept enthĂ€lt ein Hochfeld-Stellarator-Design, das erstmals die physikalische Leistung und die technischen EinschrĂ€nkungen fĂŒr die Stromerzeugung mit Fusionskraft in Einklang bringt.- Proxima Fusion plant, bis 2031 den Demonstrations-Stellarator Alpha zu bauen, der erstmals mehr Energie erzeugen wird, als er verbraucht - und damit den Weg fĂŒr die kommerzielle Anwendung von Fusionsenergie ebnet.
Proxima Fusion (https://www.proximafusion.com/) , Europas am schnellstenwachsendes Fusionsenergie-Startup, und ihre Partner* haben heute das weltweiterste integrierte Bau- und Betriebskonzept fĂŒr ein kommerziellesFusionskraftwerk vorgestellt, das zuverlĂ€ssig, kostengĂŒnstig und kontinuierlichbetrieben werden kann. Die von Experten testierte Veröffentlichung desStellaris-Konzeptes in Fusion Engineering and Design gilt als Meilenstein fĂŒrdie Zukunft Energieindustrie.
Das Stellaris-Konzept baut auf den rekordverdĂ€chtigen Ergebnissen desWendelstein 7-X (W7-X) (https://www.ipp.mpg.de/w7x) Forschungsexperiments inDeutschland auf - dem fortschrittlichsten QI-Stellarator-Prototyp der Welt. DasProjekt wird vom Max-Planck-Institut fĂŒr Plasmaphysik (IPP)(https://www.ipp.mpg.de/en) geleitet und ist mit ĂŒber 1,3 Milliarden Euro vonder deutschen Bundesregierung und der EuropĂ€ischen Union finanziert.
Von W7-X in die Zukunft: Der Weg zur kommerziellen Fusionsenergie
Stellaris ist das Ergebnis einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischenIngenieur*innen von Proxima Fusion und Wissenschaftler*innen des IPP. Als erstesSpin-out-Unternehmen des IPP baut Proxima Fusion auf der wegweisendenexperimentellen und theoretischen Arbeit des Instituts auf. Bei Proxima Fusionarbeiten erfahrene Ingenieur*innen, die zuvor unter anderem bei Google, Tesla,McLaren Formula 1 und SpaceX tĂ€tig waren. ErgĂ€nzt wird das Team durch fĂŒhrendeExpert*innen fĂŒr KI und simulationsgetriebene Entwicklung sowie Spezialist*innenfĂŒr Planungs- und Genehmigungsverfahren. Aktuell befindet sich das Unternehmenin der Standortauswahl fĂŒr seinen Stellarator Alpha und steht dazu in engemAustausch mit den zustĂ€ndigen Behörden in mehreren europĂ€ischen LĂ€ndern.
Dr. Francesco Sciortino, MitbegrĂŒnder und CEO von Proxima Fusion: "Stellaris istdas erste fachlich begutachtete Konzept fĂŒr ein Fusionskraftwerk, daszuverlĂ€ssig und kontinuierlich arbeiten kann. Es vermeidet die InstabilitĂ€tenund Störungen, die bei Tokamaks und anderen AnsĂ€tzen auftreten. Angesichts dersteigenden globalen Energienachfrage und des zunehmenden Bedarfs an europĂ€ischerEnergiesicherheit war die Dringlichkeit unbegrenzter, sauberer Energie noch nieso groĂ. Fusionsenergie ist eine nahezu unerschöpfliche, sichere undemissionsfreie Energiequelle. Um sie wirtschaftlich nutzbar zu machen, errichtenwir bereits bis 2031 eine erste Demonstrationsanlage in Europa."
Fusionsenergie: Der Plan ist, in den nÀchsten zehn Jahren "ready to go" zu sein
Stellaris ist so konzipiert, dass es wesentlich mehr Energie pro Volumeneinheiterzeugt als alle Stellarator-Kraftwerke, die bisher entwickelt wurden.
Als erstes QI-Stellarator-Fusionskraftwerkskonzept, das die jĂŒngstenFortschritte bei Hochtemperatur-Supraleiter-Magnettechnologie (HTS) nutzt - diedeutlich stĂ€rkere Magnetfelder zur Begrenzung von Fusionsplasmen freisetzen, wasFusionskraftwerke kleiner und leistungsfĂ€higer macht - stellt Stellaris einenbedeutenden Fortschritt dar. Und das in mehrerlei Hinsicht: Kleinere Kraftwerkelassen sich schneller bauen und testen, sie liefern effizientereEnergieerzeugung und sind kosteneffizienter in Bau und Betrieb. DarĂŒber hinauswerden nur derzeit verfĂŒgbare Materialien verwendet, was bedeutet, dass es durchErweiterung von bereits bestehenden Lieferketten gebaut werden kann.
Schneller zum Ziel durch Simulation
Ein entscheidender Faktor fĂŒr den raschen Erfolg von Proxima ist dersimulationsgetriebene Ingenieuransatz, der zĂŒgige, effiziente Designprozesseermöglicht. Elektromagnetische, strukturelle, thermische und neutronischeSimulationen haben nachgewiesen, dass Stellaris als erster QI-Stellarator allephysikalischen und technischen Anforderungen erfĂŒllt. Durch die Kombinationaller Anforderungen in einem einzigen Optimierungsrahmen kann Proxima nun mitdem Demonstrations-Stellarator Alpha einen groĂen Schritt Richtung Umsetzungmachen, anstatt ĂŒber Jahrzehnte hinweg schrittweise Verbesserungen an mehrerenGerĂ€ten vorzunehmen.
Die bahnbrechenden technischen Merkmale des Stellaris-Konzepts umfassen:
- ein Magnetfelddesign, das alle wichtigen physikalischen Optimierungsziele fĂŒr die Energieproduktion erfĂŒllt;- StĂŒtzstrukturen, die den bei Volllast auftretenden KrĂ€ften standhalten können;- den Nachweis, dass HTS-Technologie effektiv in Hochfeld-Stellaratoren integriert werden kann, wĂ€hrend eine effektive WĂ€rmeableitung an den inneren OberflĂ€chen gewĂ€hrleistet wird;- ein Neutronendecken-Konzept, das an die komplexe Geometrie von Stellaratoren angepasst ist.
Von der Idee zur RealitÀt: Das Kraftwerk der nÀchsten Generation
Das erste Kraftwerk von Proxima soll in den 2030er Jahren realisiert werden. Aufdem Weg dahin wartet ein weiterer Meilenstein: Die Fertigstellung desDemonstrationsmagneten Stellarator Model Coil (SMC) im Jahr 2027. Dieser wirddie HTS-Technologie fĂŒr Stellaratoren vollstĂ€ndig risikofrei machen. Mit demDemostellarator Alpha wird Proxima im Jahr 2031 demonstrieren, dassStellaratoren in der Lage sind, mehr Energie zu erzeugen, als sie verbrauchen -und damit als grundlastfĂ€hige Energiequelle geeignet sind.
Prof. Dr. Per Helander, Leiter der Abteilung fĂŒr Stellarator-Theorie amMax-Planck-Institut fĂŒr Plasmaphysik (IPP): "Das IPP ist ein Pionier in derOptimierung von Stellaratoren. In den letzten Jahren ist es uns gelungen,Stellaratoren zu entwerfen, deren physikalische Eigenschaften eine beispielloseLeistung versprechen. Dies lĂ€sst jedoch viele technologische undingenieurtechnische Herausforderungen offen, Probleme, die mutig von ProximaFusion in Zusammenarbeit mit dem IPP in dieser ersten Studie ihrer Artangegangen wurden. Dies ist wichtige und notwendige Arbeit auf dem Weg zu einemFusionskraftwerk, den wir hoffen gemeinsam erheblich zu beschleunigen."
Dr. Jorrit Lion, MitbegrĂŒnder und leitender Wissenschaftler von Proxima Fusion:"Zum ersten Mal zeigen wir, dass Fusionskraftwerke auf Basis vonQI-HTS-Stellaratoren möglich sind. Das Stellaris-Design umfasst einebeispiellose Bandbreite an physikalischen und ingenieurtechnischen Analysen ineinem kohĂ€renten Design. Um Fusionsenergie Wirklichkeit werden zu lassen, mĂŒssenwir nun zu einem vollstĂ€ndigen technischen Design ĂŒbergehen und die Entwicklungder erforderlichen Technologien fortsetzen."
Ian Hogarth, Partner bei Plural, einem der ersten Investoren von Proxima Fusion:"Als Proxima seine Reise antrat, sagten die GrĂŒnder: 'Das ist möglich, wirwerden es beweisen.' Und das haben sie getan. Stellaris positioniertQI-HTS-Stellaratoren als fĂŒhrende Technologie im globalen Wettlauf um diekommerzielle Fusion."
*Partner: Max-Planck-Institut fĂŒr Plasmaphysik, Karlsruher Institut fĂŒrTechnologie, Instituto Superior TĂ©cnico Lisboa, University of Wisconsin-Madison
Ăber Proxima Fusion
Proxima Fusion (http://proximafusion.com) wurde 2023 aus dem Max-Planck-InstitutfĂŒr Plasmaphysik ausgegliedert, um die erste Generation von Fusionskraftwerkenmit QI-HTS-Stellaratoren zu bauen. Proxima hat seitdem ein Weltklasse-Team vonWissenschaftlern und Ingenieuren aus fĂŒhrenden Unternehmen und Institutionenzusammengestellt, darunter das IPP, das MIT, Harvard, SpaceX, Tesla und McLaren.Durch einen simulationsgesteuerten Ansatz in der Technik, der fortschrittlicheComputer und Hochtemperatur-Supraleiter nutzt, um auf den bahnbrechendenErgebnissen des W7-X-Experiments des IPP aufzubauen, fĂŒhrt Proxima Europa ineine neue Ăra sauberer Energie, und zwar fĂŒr immer.
Pressekontakt:
FĂŒr Presseanfragen wenden Sie sich bitte an mailto:press@proximafusion.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/177716/5983386OTS: Proxima Fusion
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