Metas Chatbot bestritt Trump-Attentat
31.07.2024 - 06:55:51Meta verweist auf sogenannte "Halluzinationen", bei denen Software mit KĂŒnstlicher Intelligenz Dinge einfach erfindet. Die Branche fand bisher keine grundsĂ€tzliche Lösung fĂŒr das Problem.
Meta musste sich nach Kritik aus dem politischen Lager der Trump-AnhÀnger rechtfertigen. Angeprangert wurde, dass sich der Chatbot Meta AI erst weigerte, Fragen zu dem Attentat auf den Ex-PrÀsidenten zu beantworten - und dann zum Teil behauptete, es habe nie stattgefunden.
Der Konzern erklĂ€rte in einem Blogeintrag, man habe Meta AI zunĂ€chst mit Absicht nicht ĂŒber das Attentat am 13. Juli sprechen lassen. Denn rund um schlagzeilentrĂ€chtige Ereignisse gebe es oft widersprĂŒchliche Angaben und unbegrĂŒndete Spekulationen bis hin zu Verschwörungstheorien.
Meta: "UnglĂŒcklich", aber keine Absicht
Aber auch nachdem der KI-Chatbot mit Informationen ĂŒber das Attentat gefĂŒttert worden sei, habe er "in wenigen FĂ€llen" behauptet, es sei nicht passiert, rĂ€umte Meta ein. Das sei "unglĂŒcklich", aber keine Absicht gewesen.
Die "Halluzinationen" sind ein allgemeines Problem von KI-Chatbots und haben damit zu tun, wie die Software funktioniert. Die Programme werden zunĂ€chst mit riesigen Mengen an Informationen trainiert. Bei ihren Reaktionen auf Nutzeranfragen wĂ€gen sie dann auf dieser Basis Wort fĂŒr Wort ab, wie ein Satz wahrscheinlich weitergehen sollte.
Dadurch kann die Software völlig falsche Aussagen zusammenwĂŒrfeln, auch wenn sie nur mit korrekten Informationen angelernt wurde. KI-Entwickler versuchen, das Problem mit Hilfe zusĂ€tzlicher Leitplanken fĂŒr die Programme in den Griff zu bekommen.
Faktencheck-Label auf dem falschen Foto
Bei einem zweiten Problem wurde ein Foto, auf dem Trump mit seinen LeibwĂ€chtern unmittelbar nach dem Attentat zu sehen ist, fĂ€lschlicherweise mit einem Faktencheck-Label versehen. Damit war ursprĂŒnglich eine manipulierte Version des Bildes markiert worden, in der ein LĂ€cheln auf den Gesichtern der Bodygards ergĂ€nzt wurde. Doch fĂŒr Metas automatisierte Systeme war der Unterschied zwischen den beiden Fotos schwer zu erkennen - und sie fĂŒgten das Faktencheck-Label auch zum Original-Foto hinzu.
Bei dem Attentat hatte ein Mann bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Pennsylvania auf Trump geschossen. Die Kugeln töteten einen Zuschauer und verwundeten zwei weitere. Der Ex-PrÀsident wurde am Ohr getroffen.

