Kabelschaden, VerdÀchtiges

Kabelschaden: VerdÀchtiges Schiff brach womöglich Sanktionen

01.01.2026 - 20:19:08

Ein Schiff, das im Verdacht steht, Schaden an einem Unterwasserkabel in der Ostsee angerichtet zu haben, hat möglicherweise auch gegen EU-Sanktionen gegen Russland verstoßen.

Das teilte die finnische Zollbehörde nach einer ÜberprĂŒfung des Frachters "Fitburg" mit, der nach der BeschĂ€digung eines Datenkabels im Hafen der Stadt Kirkkonummi festgesetzt wurde.

Demnach hatte es die Besatzung versĂ€umt, die Ladung ordnungsgemĂ€ĂŸ anzumelden. Ersten Erkenntnissen zufolge habe das Schiff Stahlprodukte aus Russland an Bord, die unter EU-Sanktionen gegen das Land fielen, hieß es in der Mitteilung der Zollbehörde weiter. Die Ladung sei daher vorĂŒbergehend beschlagnahmt worden. Es werde nun geprĂŒft, ob ein Verstoß gegen die Sanktionen stattgefunden habe. Das Schiff war unterwegs vom russischen St. Petersburg in die israelische Hafenstadt Haifa.

Ankerkette war heruntergelassen

Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass zwei der 14 zunÀchst in Gewahrsam genommenen Besatzungsmitglieder des Schiffes formell festgenommen wurden. Gegen zwei weitere Mitglieder seien Ausreiseverbote verhÀngt worden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren SachbeschÀdigung, der versuchten schweren SachbeschÀdigung sowie der schweren Störung des Telekommunikationsverkehrs.

Zur NationalitĂ€t und dem Rang der VerdĂ€chtigen wollte sich die Polizei nicht Ă€ußern. Sie hatte jedoch zuvor mitgeteilt, dass die Besatzung aus russischen, georgischen, aserbaidschanischen und kasachischen Staatsangehörigen besteht.

Die "Fitburg" war in Verdacht geraten, nachdem der Telekommunikationsanbieter Elisa am Mittwochmorgen einen Schaden an einem unterseeischen Datenkabel gemeldet hatte, das die finnische Hauptstadt Helsinki mit Estlands Hauptstadt Tallinn verbindet. Als das Schiff von den Behörden gestoppt wurde, hatte es die Ankerkette heruntergelassen. Der Fall erinnert an frĂŒhere Vorkommnisse, bei denen mutmaßlich Schiffe mit Verbindung zu Russland unterseeische Kabel mit ihrem Anker beschĂ€digten.

@ dpa.de