Aktien Frankfurt: US-Arbeitsmarktbericht setzt Dax unter Druck
10.01.2025 - 14:56:21Der Dax rutschte nach Veröffentlichung der Daten zeitweise deutlich ab, zuletzt verlor er noch 0,08 Prozent auf 20.300,32 Punkte.
Die US-Wirtschaft schuf im Dezember deutlich mehr ArbeitsplĂ€tze als erwartet. AuĂerhalb der Landwirtschaft kamen 256.000 Stellen hinzu. Volkswirte hatten im Schnitt mit 165.000 neuen Stellen gerechnet. "Der Arbeitsmarkt ist in einer guten Verfassung und die US-Notenbank dĂŒrfte sich mit den Zahlen bestĂ€rkt sehen, bezĂŒglich Zinssenkungen eine vorsichtige und abwartende Haltung einzunehmen", schrieb die Helaba. Zinssenkungserwartungen blieben gedĂ€mpft.
Der MDax DE0008467416 der mittelgroĂen deutschen Werte verlor 0,87 Prozent auf 25.358,98 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 sank um 0,4 Prozent.
Zur Wochenmitte hatte sich der Dax noch seinem Rekordhoch von Mitte Dezember bei 20.522 Punkten angenÀhert, bevor der designierte US-PrÀsident Donald Trump mit erneuten DrohgebÀrden in Richtung hoher Einfuhrzölle der guten Stimmung einen DÀmpfer verpasste.
Im Dax setzten sich am Freitag Mercedes-Benz DE0007100000 mit plus 3,5 Prozent an die Spitze. Der Autobauer hatte im abgelaufenen Jahr weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. In der jĂŒngsten Kurs-SchwĂ€che dĂŒrfte dies bereits eingepreist gewesen sein.
Die Aktien von Zalando DE000ZAL1111 verloren als Dax-Schlusslicht DE0008469008 4,5 Prozent. Analystin Georgina Johanan von der Bank JPMorgan rechnet mit einem soliden Schlussquartal des Internet-ModehÀndlers, doch dies sei im Aktienkurs bereits abgebildet.
Die Aktien des Lkw-Herstellers Traton DE000TRAT0N7 rutschten um 7,6 Prozent ab. Die Blicke der Anleger richten sich auf im MĂ€rz anstehende Veröffentlichung der GeschĂ€ftszahlen fĂŒr 2024. Am gestrigen Donnerstag hatte das Unternehmen dazu Analysten ĂŒber aktuelle Entwicklungen informiert. Die ĂuĂerungen des Managements hĂ€tten einen schwachen europĂ€ischen Markt und einen starken nord- und sĂŒdamerikanischen Markt widergespiegelt, erklĂ€rte Analyst Michael Aspinall vom Investmenthaus Jefferies.
Umstufungen betrafen die Aktien der Deutschen Telekom DE0005557508, Wacker Chemie DE000WCH8881 und Eon DE000ENAG999. Bei der Telekom rĂ€t die UBS nun zum Kauf, die Papiere legten um 1,3 Prozent zu. FĂŒr Wacker Chemie indes kassierte das Investmenthaus Stifel das Kaufvotum, die Aktien sanken um 4,6 Prozent. Die Versorgertitel von Eon bĂŒĂten nach einer Abstufung durch die Bank of America 2,3 Prozent ein.
Der Euro EU0009652759 sackte nach den US-Jobdaten ab und kostete 1,0235 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstag auf 1,0305 Dollar festgesetzt.
Der Rentenindex Rex DE0008469107 sank um 0,19 Prozent auf 124,82 Punkte. Die Umlaufrendite stieg im Gegenzug von 2,46 Prozent am Vortag auf 2,49 Prozent. Der Bund-Future DE0009652644 verlor 0,43 Prozent auf 130,78 Punkte./ajx/men
--- Von Achim JĂŒngling, dpa-AFX ---

