Produktion/Absatz, Zusammenfassung

Boeing fĂ€llt noch weiter hinter Airbus zurĂŒck - Aktie verliert

14.01.2025 - 17:58:49 | dpa.de

Ein Zwischenfall, QualitĂ€tsmĂ€ngel und ein wochenlanger Streik haben den US-Flugzeugbauer Boeing US0970231058 in seiner jahrelangen Krise 2024 noch weiter zurĂŒckgeworfen.

Im abgelaufenen Jahr lieferte der Konzern nur 348 Passagier- und Frachtmaschinen aus und damit 180 StĂŒck weniger als im schon krisengeprĂ€gten Vorjahr, wie er am Dienstag in Arlington mitteilte. Damit vergrĂ¶ĂŸerte sich der Abstand zum lĂ€ngst weltgrĂ¶ĂŸten Flugzeugbauer Airbus NL0000235190 weiter. Denn der Hersteller aus Europa konnte seine Auslieferungen trotz EngpĂ€ssen bei Zulieferern auf 766 Flugzeuge steigern.

An der Börse kamen die Neuigkeiten schlecht an: Die Boeing-Aktie verlor in New York zuletzt gut zwei Prozent auf 167 US-Dollar. In den vergangenen fĂŒnf Jahren ist sie um rund die HĂ€lfte billiger geworden.

Airbus hatte Boeing schon im Jahr 2019 als weltgrĂ¶ĂŸten Flugzeugbauer abgelöst, als die Behörden nach dem Absturz zweier Mittelstreckenjets vom Typ Boeing 737 Max ein weltweites Startverbot fĂŒr Boeings meistgefragten Flugzeugtyp verhĂ€ngt hatten.

Seither steuerte der Hersteller immer tiefer in die Krise. Anfang 2024 brach schließlich aus einer 737 Max im Flug ein tĂŒrgroßes Rumpfteil heraus. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verschĂ€rfte ihre Aufsicht und verbot Boeing, die Produktion des Typs weiter hochzufahren. Auch bei den Großraumjets 777 und 787 "Dreamliner" kĂ€mpft Boeing seit lĂ€ngerem mit teuren Problemen. Im Herbst legten schließlich die BeschĂ€ftigten die Produktion mit einem Streik rund sieben Wochen lahm.

Zwar bestellen Fluggesellschaften weiterhin neue Flugzeuge bei Boeing. An die Zahlen von Airbus kam der US-Konzern aber nicht mehr heran. Im vergangenen Jahr sammelte Boeing AuftrĂ€ge ĂŒber 569 Passagier- und Frachtjets ein. Nach Abzug von Stornierungen waren es jedoch nur noch 377 StĂŒck. Airbus kam hingegen brutto auf 878 Neubestellungen. Nach Abzug von Stornierungen waren es noch 826 Maschinen.

Entsprechend weit klaffen die AuftragsbĂŒcher auseinander. Boeing kam zum Jahreswechsel auf offene Bestellungen ĂŒber 6245 Jets. Bei Airbus lag der Auftragsbestand mit 8658 Maschinen fast um 40 Prozent höher. WĂ€hrend Boeing vor allem unter hausgemachten Fehlern leidet, kĂ€mpfen beide Hersteller seit dem Ende der Corona-Pandemie mit angespannten Lieferketten. Triebwerkshersteller und andere Zulieferer kommen der hohen Nachfrage nach modernen und sparsameren Flugzeugen kaum hinterher.

Was Boeings Probleme fĂŒr die hauseigenen Finanzen bedeuten, will der Konzern mit seinen Jahreszahlen am 28. Januar veröffentlichen. Analysten rechnen fĂŒr 2024 mit dem sechsten Verlustjahr in Folge. Das Management hatte sich schon Anfang vergangenen Jahres keine eigene Prognose zugetraut. Im Sommer ĂŒbernahm schließlich Kelly Ortberg die KonzernfĂŒhrung von Dave Calhoun. Der neue Chef bereitete Anleger und Mitarbeiter im Herbst auf eine noch lĂ€ngere Durststrecke vor.

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