Bayern, SteuererklÀrung

Bayern will SteuererklÀrung per App und mit einem Klick

05.09.2025 - 06:04:44

Eine automatische SteuererklĂ€rung per App und quasi mit nur einem Klick - diese Idee will Bayerns Finanzminister Albert FĂŒracker (CSU) vorantreiben.

Steuerpflichtige sollen den Entwurf einer SteuererklÀrung vom Finanzamt auf ihr Smartphone geschickt bekommen - und wenn sie einverstanden sind, mittels einfachen Klicks unmittelbar zustimmen können. Auch Anpassungen oder ErgÀnzungen sollen ganz einfach per App möglich sein.

"Bayern setzt sich bei Bund und LĂ€ndern fĂŒr die Entwicklung einer digitalen Lösung per App ein, die BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern die SteuererklĂ€rungen im Handumdrehen ĂŒber Elster ermöglicht - quasi mit nur einem Klick", sagte FĂŒracker. Das Vorhaben sei rechtssicher, volldigital und in der breiten FlĂ€che realistisch umsetzbar. "Es wĂŒrde sowohl die Steuerpflichtigen wie auch die Verwaltung am Ende entlasten - die Umsetzung wĂ€re damit ein Meilenstein bei der Reduzierung der SteuerbĂŒrokratie", argumentierte der Minister.

Zieldatum Mitte 2026

Geht es nach FĂŒracker, könnte die App schon Mitte 2026 einsatzbereit sein. Bayern programmiere fĂŒr Bund und LĂ€nder bereits die Steuersoftware Elster - darauf wolle man mit der "SteuererklĂ€rung per App mit einem Klick" aufsetzen. Am Ende profitierten hiervon alle LĂ€nder und man vermeide Insellösungen. "Ich hoffe daher sehr auf die UnterstĂŒtzung meiner Amtskolleginnen und -kollegen fĂŒr unsere Idee - dann könnten bereits Mitte 2026 schon mehrere Millionen von SteuererklĂ€rungen unkompliziert und zĂŒgig eingereicht werden", sagte er. Die Umsetzung der Idee könne nur in Abstimmung mit allen Beteiligten erfolgen.

Mitte 2026 könnte aus bayerischer Sicht jedenfalls der Startschuss fĂŒr einen ersten Anwenderkreis fallen, etwa ledige, kinderlose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die App solle dann anschließend sukzessive erweitert werden.

Die Idee einer quasi automatischen SteuererklĂ€rung ist nicht komplett neu. Hessen hat aktuell ein Pilotprojekt gestartet, bei dem das Finanzamt automatisch einen Vorschlag zur Festsetzung der Einkommensteuer macht. ZunĂ€chst einmal wird der Service dort allerdings nur rund 6.000 Steuerpflichtigen im ZustĂ€ndigkeitsbereich des Finanzamts Kassel angeboten. Bayern dagegen wĂŒrde die App gerne gleich auf breiter Front einsetzen.

GrundsĂ€tzlich denkbar ist all dies, weil die Steuerverwaltung schon heute ĂŒber zahlreiche Angaben und Daten verfĂŒgt, die ihr automatisch und digital von verschiedenen Stellen zur VerfĂŒgung gestellt werden. Dazu zĂ€hlen zum Beispiel Lohnsteuer-, Krankenversicherungs- und Rentenversicherungsdaten.

@ dpa.de