Umfrage unter EU-BĂŒrgern: Vertrauen in die USA deutlich gesunken
07.05.2026 - 07:11:06 | dpa.deDie US-PrĂ€sidentschaft von Donald Trump habe tiefe Spuren hinterlassen, teilte die Bertelsmann Stiftung anlĂ€sslich einer Analyse mit. DafĂŒr seien im MĂ€rz 2026 gut 18.000 Erwachsene zwischen 18 und 69 Jahren reprĂ€sentativ vom Forschungsinstitut Nira Data befragt worden.
Demnach gaben 58 Prozent der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in der EU an, die USA seien kein vertrauenswĂŒrdiger Partner. In Deutschland sagten das sogar 73 Prozent, schilderte Studienautor Florian Kommer auf dpa-Anfrage. Hingegen sind in den 27 EU-LĂ€ndern im Durchschnitt entsprechend lediglich 42 Prozent der Auffassung, die USA seien vertrauenswĂŒrdiger Partner.
Zudem halten nur 31 Prozent der Befragten die USA fĂŒr den wichtigsten Partner der EU. Im September 2024 waren das noch 51 Prozent, also ein Absturz um 20 Prozentpunkte.
Viele meinen, Europa solle eigenstÀndiger werden
Mit 73 Prozent finden fast drei von vier befragten BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern aktuell, Europa solle nach Jahrzehnten enger Anbindung an die Vereinigten Staaten "seinen eigenen Weg gehen". Im Herbst 2024 waren 63 Prozent dieser Auffassung. Fazit der Stiftung: "Ein polarisierender US-PrĂ€sident und zunehmende geopolitische Spannungen haben die öffentliche Meinung in Europa in Richtung gröĂerer EigenstĂ€ndigkeit verschoben."
Zugleich zeige sich: China gewinne bei den EU-Befragten nicht als möglicher alternativer Partner an Bedeutung, die Skepsis bleibe hoch. GroĂbritannien und Kanada werde hingegen laut Studie als strategischer Partner eine gröĂere Rolle zugeschrieben. Die UnterstĂŒtzung fĂŒr das VerteidigungsbĂŒndnis Nato werde von einer klaren Mehrheit (63 Prozent) weiterhin als zentralen Pfeiler der Sicherheit gesehen.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
