AKTIEN IM FOKUS: Banken gefragt - Zollausnahmen, Finanzmarktschwankungen
14.04.2025 - 10:09:54Wie bereits in der Vorwoche, als US-PrĂ€sident Donald Trump eine 90-tĂ€gige Zollpause beschlossen hatte, reagierte der Finanzsektor auch auf die jĂŒngsten AnkĂŒndigungen sehr positiv. So will die US-Regierung nun Zölle - auch gegenĂŒber China - auf bestimmte elektronische Produkte wie etwa Smartphones vorĂŒbergehend erlassen.
Mit einer Deeskalation im Zollstreit verbinden Anleger die Hoffnung, dass ein möglicher Konjunkturabschwung weniger drastisch als befĂŒrchtet ausfallen könnte. Banken profitieren von einer laufenden Konjunktur vor allem in ihrem KreditgeschĂ€ft - und sie könnten darĂŒber hinaus im HandelsgeschĂ€ft aus den hohen Schwankungen an den MĂ€rkten einen Nutzen ziehen.
Wie Marktexperte JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarkets betonte, kann die hohe VolatilitĂ€t an den FinanzmĂ€rkten bei Banken, die im HandelsgeschĂ€ft aktiv seien, fĂŒr eine Kompensation des vom unsicheren wirtschaftlichen Umfeld belasteten Kredit- und EinlagengeschĂ€fts sorgen. Diesen Vorteil hĂ€tten andere Sektoren nicht.
Bereits am Freitag hatten aktuelle Quartalszahlen der US-GroĂbanken JPMorgan US46625H1005 Chase und Morgan Stanley US6174464486 gezeigt, dass diese in den vergangenen Monaten von den Verwerfungen an den KapitalmĂ€rkten profitiert hatten. Angetrieben vom starken AktienhandelsgeschĂ€ft ĂŒbertrafen sie mit ihren Quartalsberichten die SchĂ€tzungen von Analysten. An diesem Montag nun wird auch Goldman Sachs gegen Mittag Quartalszahlen vorlegen.
Im Dax DE0008469008 setzten sich am Montagvormittag Deutsche Bank DE0005140008 mit plus 4,9 Prozent an die Spitze; Commerzbank-Aktien gewannen gut 2 Prozent. Im EuroStoxx 50 EU0009658145 lagen BNP Paribas FR0000131104 mit plus 4,5 Prozent auf dem ersten Rang. Der europĂ€ische Bankensektor gewann als stĂ€rkster der Stoxx-600-Ăbersicht 3,3 Prozent.

