Ergebnisse, Produktion/Absatz

'WSJ': Musk unzufrieden mit X-GeschÀft - MilliardÀr widerspricht

26.01.2025 - 13:46:18

Elon Musk beklagt sich laut Medienberichten ĂŒber das GeschĂ€ft seiner Online-Plattform X.

"Unser Nutzerwachstum stagniert, der Umsatz ist nicht beeindruckend - und wir kommen kaum ĂŒber die Runden", zitierte das "Wall Street Journal" aus einer E-Mail an die Mitarbeiter von Januar. Musk reagierte Stunden spĂ€ter auf den Artikel: "Dieser Bericht ist falsch. Ich habe keine solche E-Mail verschickt. Das WSJ lĂŒgt." In der Zwischenzeit hatte allerdings auch das Technologie-Blog "The Verge" das Zitat mit eigener Quelle bestĂ€tigt.

Das "Wall Street Journal" erwĂ€hnte die Reaktion des Tech-MilliardĂ€rs dann auch nur in einem Update des Artikels neben dem unverĂ€nderten Zitat und dem Hinweis, dass man die E-Mail gesehen habe. Musk wirft den Medien immer wieder LĂŒgen und Propaganda vor. Stattdessen predigt er X-Nutzern: "Ihr seid jetzt die Medien."

Finanzen von X nicht öffentlich

X baut auf dem Kurznachrichtendienst Twitter auf, den Musk im Oktober 2022 fĂŒr rund 44 Milliarden Dollar kaufte. Da die Firma seitdem nicht mehr an der Börse notiert ist, gibt es keine öffentlich zugĂ€nglichen Informationen dazu, wie das GeschĂ€ft lĂ€uft.

Bekannt ist allerdings, dass die UmsĂ€tze nach der Übernahme einbrachen. Musk sagte mehrfach, die Erlöse hĂ€tten sich in etwa halbiert. Wie viel genau Twitter aktuell einnimmt, ist nicht bekannt.

Fliehende Werbekunden

Schon der Kauf durch den polarisierenden Tech-MilliardĂ€r hatte einige Werbekunden abgeschreckt. Mehr gingen von Bord, nachdem Online-Forscher demonstriert hatten, wie ihre Anzeigen neben BeitrĂ€gen mit Hassrede auftauchen können. Musk hatte die bei Twitter geltenden inhaltlichen EinschrĂ€nkungen fĂŒr BeitrĂ€ge weitgehend aufgehoben.

Die von Musk eingesetzte X-Chefin Linda Yaccarino, die einst beim Medienkonzern NBC Universal fĂŒr das AnzeigengeschĂ€ft zustĂ€ndig war, sagte seit 2023 mehrfach, Werbekunden kehrten wieder auf die Plattform zurĂŒck.

Anzeigen bei Metas Threads

Unterdessen fĂ€ngt der Facebook-Konzern Meta US30303M1027 an, bei seiner X-Alternative Threads Werbeanzeigen zu platzieren. ZunĂ€chst sei das in einem Test in eingeschrĂ€nktem Umfang geplant, hieß es in einem Blogeintrag. Threads hat mehr als 300 Millionen monatlich aktive Nutzer und könnte fĂŒr X-Werbekunden damit attraktiv sein. Allerdings kĂŒndigte Meta-Chef Mark Zuckerberg jĂŒngst an, ebenfalls die inhaltlichen EinschrĂ€nkungen fĂŒr BeitrĂ€ge zurĂŒckzufahren - und mit den geĂ€nderten Hassrede-Regeln können den Anzeigenkunden Ă€hnliche Probleme wie bei X drohen.

@ dpa.de | US30303M1027 ERGEBNISSE