Frankfurt Schluss: Leichte Verluste - Schwarzer Tag fĂŒr Puma
25.07.2025 - 18:02:13GröĂere Verluste verhinderte die anhaltende Hoffnung auf eine bald bevorstehende Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und der EuropĂ€ischen Union (EU). "Ich denke, die EU hat ziemlich gute Chancen, eine Einigung zu erzielen", sagte US-PrĂ€sident Donald Trump am Freitag vor Journalisten vor dem Abflug zu einem mehrtĂ€gigen Aufenthalt in Schottland. Er sprach von einer 50:50-Chance.
Der Leitindex Dax DE0008469008 dÀmmte im spÀten Handel seine Verluste etwas ein und schloss mit einem Abschlag von 0,32 Prozent auf 24.217,50 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Minus von 0,3 Prozent.
FĂŒr den MDax DE0008467416 ging es am Freitag um 0,47 Prozent auf 31.484,37 Punkte nach unten. In dem Index der mittelgroĂen Werte standen die Aktien von Puma DE0006969603 mit einem Kurseinbruch von rund 16 Prozent im Fokus. Der Sportartikelhersteller gab nach einem enttĂ€uschenden Quartal die Hoffnung auf ein wĂ€hrungsbereinigtes Umsatzwachstum in diesem Jahr auf. Beim berichteten Ergebnis vor Zinsen und Steuern erwarten die Herzogenauracher nun einen Verlust. Die DZ Bank Ă€nderte ihre Empfehlung fĂŒr Puma von "Halten" auf "Verkaufen" und sprach von groĂen Herausforderungen fĂŒr das Unternehmen.
Am New Yorker Aktienmarkt notierten der US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 und der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 zum Handelsschluss in Europa leicht höher. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging mit minus 0,06 Prozent auf 5.352,16 ZĂ€hler ins Wochenende. In ZĂŒrich ging es fĂŒr den SMI CH0009980894 um 0,8 Prozent nach unten, in London sank der FTSE 100 GB0001383545 um 0,2 Prozent.
Niedrigere Zinsen und die geplanten Milliardeninvestitionen der Bundesregierung hellten unterdessen die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter auf. Das Ifo-GeschÀftsklima stieg im Juli leicht. Bemerkenswerterweise verbesserten sich im Verarbeitenden Gewerbe trotz handelspolitischer Unsicherheiten sowohl die Lage als auch die Erwartungen, schrieb Analyst Marc Schattenberg von der Deutschen Bank.
Die Zuversicht fĂŒr eine Lösung im Zollstreit stĂŒtzte europaweit vor allem Automobilwerte EU0009658681, die im frĂŒhen Handel noch unter deutlichen Kursverlusten bei den Aktien von Volkswagen DE0007664039 und Traton DE000TRAT0N7 gelitten hatten. Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton bekommt unter anderem das schwache Umfeld fĂŒr Nutzfahrzeuge in den USA zu spĂŒren und machte spĂŒrbare Abstriche am Jahresausblick. Das Kursminus betrug zum Handelsende 4,1 Prozent nach wesentlich höheren EinbuĂen zum Start.
Der Volkswagen-Konzern selber verzeichnete auch im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch. Grund war unter anderem das schlechte Abschneiden im TagesgeschÀft bei den teuren Marken Porsche DE000PAG9113 und Audi. Analysten zufolge entsprachen die Resultate aber weitgehend den Erwartungen, zudem hoben die Experten die starke Entwicklung der Kernmarke hervor. Die Vorzugsaktien von VW dÀmmten anfÀnglich deutliche Verluste ein und drehten in die Gewinnzone. Am Ende des Tages standen sie mit plus 4,6 Prozent an der Dax-Spitze.
FĂŒr die Papiere der Deutschen Börse DE0005810055 ging es um 1,7 Prozent abwĂ€rts. Der Börsenbetreiber hatte zwar dank der geopolitischen Unsicherheiten von einer anhaltenden Nachfrage nach europĂ€ischen Anlagemöglichkeiten profitiert, seinen Ausblick aber lediglich bestĂ€tigt./ajx/he
--- Von Achim JĂŒngling, dpa-AFX ---

