ROUNDUP, Entwarnung

Entwarnung nach Sprengstoffverdacht in Mittelfranken

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 13:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach einem möglichen Sprengstofffund im frÀnkischen Treuchtlingen hat die Polizei Entwarnung gegeben.

An dem verdÀchtigen Gegenstand wurde kein Sprengstoff entdeckt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Ermittler gehen allerdings davon aus, dass der Gegenstand bewusst als Attrappe platziert worden war.

Der Gegenstand war gegen 8.30 Uhr von einem Techniker im Gleisbett sĂŒdlich des Bahnhofs der Stadt gefunden worden. Ein EntschĂ€rfer-Team der Bundespolizei hatte den Gegenstand am Donnerstagvormittag geröntgt, konnte danach aber keine Entwarnung geben. Zwischenzeitlich wurden sogar "vorsichtshalber einige unmittelbar betroffene GebĂ€ude" gerĂ€umt. Bei einer zweiten Untersuchung wurde der Gegenstand mit Hilfe eines Roboters angehoben.

Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete von einem großen Blaulicht-Aufgebot bestehend aus Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Der Bereich um die Fundstelle war weitrĂ€umig abgesperrt, Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet weitrĂ€umig zu umfahren. Die Sperrung fĂŒr Passanten und Anwohner um Umkreis von etwa 100 Metern um die Fundstelle werden laut Polizei nun schrittweise wieder aufgehoben.

Zugverkehr vorerst weiter eingestellt - welche Linien betroffen sind

Der Zugverkehr ist komplett zum Erliegen gekommen, wann wieder ZĂŒge fahren, war noch unklar. ZunĂ€chst werde die Kriminalpolizei im Gleisbereich Spuren sichern. Diese Untersuchungen werden laut einem Polizeisprecher vor Ort wohl einige Zeit dauern.

Betroffen waren laut Bahn im Nahverkehr die RB 16, der RE 16 und der RE 60. Die Fahrten der RegionalzĂŒge endeten vorzeitig an geeigneten Bahnhöfen, ein Ersatzverkehr mit Bussen und Großraumtaxen war eingerichtet. Die ZĂŒge des Fernverkehrs fuhren ĂŒber Ingolstadt.

Treuchtlingen hat rund 13.000 Einwohner und liegt zwischen NĂŒrnberg und Ingolstadt. Die Stadt ist ein ehemals wichtiger Bahnknotenpunkt, die Schnellfahrstrecke NĂŒrnberg-Ingolstadt verlĂ€uft aber weiter östlich. Entsprechend waren die meisten ICE-Verbindungen zwischen MĂŒnchen und NĂŒrnberg nicht betroffen.

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