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EQS-News: Equal Pay Day: MĂ€nner erzielen beim Jobwechsel doppelt so hohes Gehaltsplus wie Frauen (deutsch)

23.02.2026 - 09:49:06 | dpa.de

Equal Pay Day: MĂ€nner erzielen beim Jobwechsel doppelt so hohes Gehaltsplus wie Frauen EQS-Media / 23.02.2026 / 09:48 CET/CEST Presseinformation Equal Pay Day: MĂ€nner erzielen beim Jobwechsel doppelt so hohes Gehaltsplus wie Frauen * Strukturelle Diskrepanz: Im Median erzielen MĂ€nner bei Jobwechsel einen Gehaltsanstieg von 10 %, Frauen lediglich 5 % * Stepstone Befragung zeigt: Rund 60 % der BeschĂ€ftigten fĂŒhlen sich in Gehaltsverhandlungen unwohl * Mehr Routine sorgt fĂŒr MachtgefĂ€lle: FĂŒhrungskrĂ€fte gehen deutlich sicherer in Verhandlungen als FachkrĂ€fte DĂŒsseldorf, 23.02.2026 - Ein Jobwechsel bringt BeschĂ€ftigten in Deutschland im Schnitt ein Gehaltsplus von 8 %.

Equal Pay Day: MĂ€nner erzielen beim Jobwechsel doppelt so hohes Gehaltsplus wie Frauen


EQS-Media / 23.02.2026 / 09:48 CET/CEST



Presseinformation
Equal Pay Day: MĂ€nner erzielen beim Jobwechsel doppelt so hohes Gehaltsplus
wie Frauen



  * Strukturelle Diskrepanz: Im Median erzielen MĂ€nner bei Jobwechsel einen
    Gehaltsanstieg von 10 %, Frauen lediglich 5 %



  * Stepstone Befragung zeigt: Rund 60 % der BeschĂ€ftigten fĂŒhlen sich in
    Gehaltsverhandlungen unwohl



  * Mehr Routine sorgt fĂŒr MachtgefĂ€lle: FĂŒhrungskrĂ€fte gehen deutlich
    sicherer in Verhandlungen als FachkrÀfte



DĂŒsseldorf, 23.02.2026 - Ein Jobwechsel bringt BeschĂ€ftigten in Deutschland
im Schnitt ein Gehaltsplus von 8 %. Doch fĂŒr Frauen zahlt sich dieser
Schritt oft viel weniger aus als fĂŒr MĂ€nner. Das belegt eine aktuelle
Befragung unter insgesamt 297 Recruiter*innen und 3.070 BeschÀftigten im
Rahmen des aktuellen Stepstone Gehaltsreports. WĂ€hrend MĂ€nner mit dem
Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber signifikante SprĂŒnge machen, fĂ€llt das
Plus fĂŒr Frauen im Median deutlich geringer aus. Ein wesentlicher Grund fĂŒr
diese LohnlĂŒcke: Viele BeschĂ€ftigte empfinden Gehaltsverhandlungen als
belastend - ein Unbehagen, das bei Frauen deutlich hÀufiger auftritt als bei
ihren mÀnnlichen Kollegen.



"Gehaltsverhandlungen wirken derzeit nicht als Ausgleich, sondern als
struktureller VerstÀrker von Ungleichheit. Solange das Verhandlungsumfeld
ungleiche Voraussetzungen schafft, hat "Equal Pay" ein systemisches
Problem", sagt Anna Wittich, Arbeitsmarktforscherin bei The Stepstone Group.



Beim Jobwechsel geht die Schere weiter auseinander



Ein Wechsel des Arbeitgebers gilt grundsĂ€tzlich als der grĂ¶ĂŸte Hebel fĂŒr ein
höheres Gehalt. Im Durchschnitt bringt er ein Plus von 8 %, wÀhrend eine
Gehaltserhöhungen im Rahmen der aktuellen Stelle laut Gehaltsreport nur 4 %
mehr Geld bringen. Doch die Analyse offenbart ein messbares Ungleichgewicht.
Betrachtet man die Median-Werte, erzielen MĂ€nner beim Jobwechsel eine
Gehaltserhöhung von rund 10 %, wÀhrend Frauen lediglich 5 % mehr bekommen.
Damit ist der Jobwechsel fĂŒr MĂ€nner doppelt so ertragreich wie fĂŒr Frauen.
Anstatt die LohnlĂŒcke zu schließen, wird der berufliche Neustart so zum
VerstÀrker des Gender Pay Gap.



Wer sich bei Verhandlungen unwohl fĂŒhlt, holt weniger raus



Das subjektive Wohlbefinden in Verhandlungssituationen ist ein
entscheidender Faktor fĂŒr den Erfolg. Allerdings sind Gehaltsverhandlungen
fĂŒr die meisten Arbeitnehmenden eine Stresssituation. Rund 60 % fĂŒhlen sich
dabei eher oder sehr unwohl. Dieses Unbehagen schlÀgt sich unmittelbar in
den Ergebnissen nieder: WÀhrend rund 44 % derjenigen, die sich grundsÀtzlich
bei Verhandlungen wohlfĂŒhlen, im vergangenen Jahr eine Erhöhung erhielten,
gelang dies nur etwa 32 % der BeschĂ€ftigten, die sich dabei unwohl fĂŒhlen.



Ein Grund fĂŒr diesen Druck ist das deutliche MachtgefĂ€lle am
Verhandlungstisch: WÀhrend FachkrÀfte oft unsicher in das GesprÀch gehen,
geben FĂŒhrungskrĂ€fte deutlich hĂ€ufiger an, sich in Verhandlungssituationen
sicher zu fĂŒhlen. FĂŒr Mitarbeitende entsteht dadurch ein zusĂ€tzlicher
Nachteil, der bestehende Ungleichheiten weiter verstÀrkt. "Wie wohl sich
Menschen in Verhandlungen fĂŒhlen, ist eine Frage der Routine und der
Machtverteilung. Wenn eine Seite sicher auftritt und die andere unter Druck
steht, verstÀrkt das bestehende Hierarchien", erklÀrt Wittich.



Zwischen Generationenwandel und EU-Reform: Transparenz gewinnt an Bedeutung



Ein Blick auf die junge Generation zeigt zudem einen kulturellen Wandel:
BeschĂ€ftigte unter 30 sprechen deutlich selbstverstĂ€ndlicher ĂŒber ihr
Einkommen als Àltere Altersgruppen, und fordern mehr Offenheit bei
Gehaltsfragen, beobachtet Wittich: "Mehr Transparenz kann verhindern, dass
Gehaltsverhandlungen bestehende Unterschiede weiter vergrĂ¶ĂŸern. Klare
Gehaltsangaben und nachvollziehbare Strukturen helfen BeschÀftigten, ihren
Marktwert realistisch einzuschÀtzen und informierter in GesprÀche zu gehen.
Gleichzeitig stÀrken transparente Kriterien die Fairness im Unternehmen."



Mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, die 2026 in deutsches Recht
umgesetzt werden muss, werden Unternehmen kĂŒnftig verpflichtet,
Gehaltsstrukturen offenzulegen und objektive Kriterien fĂŒr
VergĂŒtungsentscheidungen festzulegen. Bewerbende sollen bereits vor
Vertragsabschluss Informationen ĂŒber das Einstiegsgehalt oder Gehaltsspannen
erhalten. Zudem verpflichtet die Richtlinie Unternehmen ab 100
Mitarbeitenden grundsĂ€tzlich zur Berichterstattung ĂŒber den Gender Pay Gap.
Die konkrete Ausgestaltung hÀngt von der nationalen Umsetzung ab.




Über den Stepstone Gehaltsreport 2026
Der Stepstone Gehaltsreport 2026 basiert auf einer der grĂ¶ĂŸten
Gehaltsdatenbanken in Deutschland mit Gehaltsangaben nach Ort und Region,
Berufsgruppe, Branche, Berufserfahrung und vielem mehr. Der Gehaltsreport
2026 ist reprĂ€sentativ fĂŒr die Erwerbsbevölkerung auf Bundes- und
Landesebene nach den Kriterien Alter, Geschlecht, Hochschulabschluss und
Wirtschaftssektor. Die Gehaltsangaben sind nicht direkt mit denen aus den
Vorjahren vergleichbar. Dies resultiert aus VerÀnderungen in der
Auswertungsmethodik und der Zusammensetzung der Stichprobe.



Über die Stepstone Gehaltsbefragung 2026
Um Einstellungen und Erfahrungen rund um das Thema Gehalt zu erfassen, hat
Stepstone im Zeitraum vom 14. bis 18. November 2025 insgesamt 297
Recruiter*innen und 3.070 BeschÀftigte in Deutschland befragt. Im
Mittelpunkt standen Fragen zu Gehaltszufriedenheit, Transparenz,
wahrgenommenen Gehaltsstrukturen sowie zur Vorbereitung von Unternehmen auf
die kommende EU-Entgelttransparenzrichtlinie. Die Stichprobe wurde nach dem
Mikrozensus gewichtet und ist reprĂ€sentativ fĂŒr die deutsche
Erwerbsbevölkerung nach Alter, Geschlecht und Bildung.



Gender Pay Gap
Der angegebene Gender Pay Gap beschreibt die unbereinigte EntgeltlĂŒcke, bei
der viele gehaltsrelevante Parameter wie Berufserfahrung und
Bildungshintergrund vermischt werden. Der unbereinigte Wert vergleicht die
mÀnnlichen und weiblichen BeschÀftigten in ihrer Gesamtheit miteinander. Er
ist als Differenz des Jahresgehaltes zwischen MĂ€nnern und Frauen im
VerhĂ€ltnis zum Gehalt der MĂ€nner zu verstehen. Ein Großteil der
Gehaltsunterschiede zwischen MÀnnern und Frauen lÀsst sich jedoch durch
andere Einflussfaktoren erklÀren (z.B. Alter, die Branche, die Berufsgruppe,
die Ausbildung, die Berufserfahrung, die UnternehmensgrĂ¶ĂŸe, das Bundesland
und die Stadt und die Personalverantwortung). BerĂŒcksichtigt man diese
Faktoren in einem Rechenmodell, ergibt sich der bereinigte Gender Pay Gap.
Er kann als die Gehaltsdifferenz zwischen zwei Personen interpretiert
werden, die in allen berĂŒcksichtigten Merkmalen außer dem Geschlecht
identisch sind.



Über The Stepstone Group
The Stepstone Group ist eine weltweit fĂŒhrende digitale
Recruiting-Plattform, die Unternehmen mit passenden Talenten zusammenbringt
und Menschen hilft, den richtigen Job zu finden. Mit Hilfe KI-unterstĂŒtzter
Job-MarktplÀtze und programmatischer Marketing-Lösungen erreichen jedes Jahr
mehr als 130 Millionen Bewerbungen rund 130.000 Arbeitgeber. Das Unternehmen
ist in mehr als 10 LĂ€ndern aktiv - darunter mit Stepstone in Deutschland,
mit Appcast in den USA und mit Totaljobs in Großbritannien. The Stepstone
Group mit Hauptsitz in DĂŒsseldorf beschĂ€ftigt weltweit rund 3.000 Menschen.
Mehr Informationen unter: www.thestepstonegroup.com/deutsch



Kontakt
The Stepstone Group Presse
press@stepstone.com




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Emittent/Herausgeber: The Stepstone Group
Schlagwort(e): Dienstleistungen



23.02.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Pressemitteilung, ĂŒbermittelt
durch EQS News - ein Service der EQS Group.
FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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   Sprache:        Deutsch
   Unternehmen:    The Stepstone Group
                   Völklinger Straße 1
                   40219 DĂŒsseldorf
                   Deutschland
   Internet:       https://www.thestepstonegroup.com/de/
   EQS News ID:    2279846





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