Von der Leyen hÀlt Rede zur Lage der EU
10.09.2025 - 06:35:01Es wird erwartet, dass die deutsche Politikerin neue Projekte und Initiativen ankĂŒndigt und sich zu geopolitischen Krisen und bevorstehenden Herausforderungen fĂŒr die EU Ă€uĂert. Es ist ihre erste Rede zur Lage der EU in ihrer zweiten Amtszeit.
Parteien im Europaparlament wĂŒnschen sich etwa noch mehr Engagement zur Förderung der WettbewerbsfĂ€higkeit der europĂ€ischen Wirtschaft sowie im Kampf gegen unerwĂŒnschte Migration. Auch die Themen Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt, Handel und Klimaschutz dĂŒrften zur Sprache kommen. An die Rede von der Leyens schlieĂt sich eine Plenardebatte an.
Kritik an Handelsabkommen
Die Lage fĂŒr die KommissionsprĂ€sidentin wurde zuletzt dadurch erschwert, dass ihre Handelsvereinbarungen mit US-PrĂ€sident Donald Trump auf Ablehnung gestoĂen sind. Kritiker werfen ihr vor, Trump zu weitreichende ZugestĂ€ndnisse gemacht zu haben. "Ich erwarte, dass Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der EuropĂ€ischen Union klar anerkennt, dass die EU in Schottland in einer Position der SchwĂ€che war", sagte der Vorsitzende der Europa-SPD, RenĂ© Repasi.
Von der Leyen hatte zuletzt erklĂ€rt, ein Nein zum US-Angebot hĂ€tte zu einem Handelskrieg fĂŒhren können. Man habe sich fĂŒr StabilitĂ€t und Berechenbarkeit entschieden.
Von der Leyen braucht UnterstĂŒtzung des EU-Parlaments
FĂŒr die dem europĂ€ischen Mitte-Rechts-BĂŒndnis EVP angehörende CDU-Politikerin ist die Rede im Parlament wichtig, denn sie braucht die UnterstĂŒtzung der Abgeordneten fĂŒr die Umsetzung von Gesetzesprojekten, aber auch fĂŒr die eigene politische Zukunft. Die Parlamentarier könnten von der Leyen ĂŒber einen Misstrauensantrag stĂŒrzen.
Zuletzt wurde ein solcher im Juli vom rechten Lager im Parlament gestellt. Der Antrag scheiterte klar. Gleichzeitig machten allerdings etwa GrĂŒne und Sozialdemokraten deutlich, dass sie fĂŒr die Ablehnung des Antrags nun ZugestĂ€ndnisse erwarten.
EU-ParlamentsprĂ€sidentin Roberta Metsola sagte in einem Interview des Nachrichtenagentur-Netzwerks European Newsroom (ENR): "Ich denke, der Juli hat ein Signal gesendet, was getan werden muss, damit dieses Mandat vorankommt und funktioniert." Es sei ein demokratisches Instrument eingesetzt worden. Dies solle aber "natĂŒrlich" nicht oft geschehen. "Ich möchte StabilitĂ€t."

