Smartphone-Hersteller, Sicherheit

EU zwingt Smartphone-Hersteller zu mehr Sicherheit

22.01.2026 - 03:32:12

Der neue EU-Cyber Resilience Act schreibt für Smartphones und 5G-Geräte längere Update-Pflichten und strenge Sicherheitsprüfungen vor. Die Regeln betreffen die gesamte Lieferkette und zielen auf digitale Souveränität.

Neue EU-Regeln schreiben für Smartphones und 5G-Geräte strenge Cybersicherheits-Standards vor. Der Cyber Resilience Act (CRA) verpflichtet Hersteller zu längeren Update-Zyklen und härteren Sicherheitsprüfungen. Für Verbraucher bedeutet das mehr Schutz, könnte aber auch Auswahl und Preise beeinflussen.

Die Vorschriften sind Teil einer umfassenden EU-Strategie für digitale Sicherheit. Sie gelten für alle Produkte mit digitalen Elementen – von smarten Lautsprechern bis zum High-End-Smartphone. Die Branche muss ihre Prozesse nun anpassen.

Cyber Resilience Act: Fünf Jahre Updates werden Pflicht

Im Mittelpunkt steht der bereits in Kraft getretene Cyber Resilience Act. Er verlangt Sicherheit über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts – nach dem Prinzip “Secure by Design”. Für Smartphone-Nutzer bringt das konkrete Verbesserungen:

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  • Längere Update-Pflicht: Hersteller müssen Sicherheitsupdates für mindestens fünf Jahre bereitstellen.
  • Keine bekannten Lücken: Geräte dürfen bei Markteinführung keine bekannten Schwachstellen haben.
  • Schnelle Meldepflicht: Ab September 2026 müssen aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken innerhalb von 24 Stunden gemeldet werden.

Diese Regeln erhöhen den Druck auf die Hersteller enorm. Sie müssen bis Ende 2027 vollständig umgesetzt sein.

Hardware unter der Lupe: Auch 5G-Komponenten betroffen

Die Vorgaben greifen tief in die Lieferketten ein. Sie betreffen nicht nur die Software, sondern auch kritische Hardware wie 5G-Modems und Prozessoren. Diese müssen künftig strengere Sicherheitsprüfungen durchlaufen, um eine Zertifizierung für Europa zu erhalten.

Parallel entwickelt die EU ein eigenes Zertifizierungsschema für 5G-Netzinfrastruktur. Die Botschaft ist klar: Die gesamte Kette – vom Netzbetreiber bis zum Smartphone – soll resilient gegen Angriffe sein. Hersteller könnten sich dadurch auf wenige, zertifizierte Hardware-Anbieter konzentrieren müssen.

CE-Kennzeichen wird zum Sicherheits-Siegel

Für Verbraucher wird Sicherheit bald sichtbar. Das bekannte CE-Kennzeichen wird erweitert und signalisiert künftig auch die Einhaltung der Cybersicherheits-Standards des CRA. Käufer erkennen so auf einen Blick, ob ein Gerät die neuen EU-Regeln erfüllt.

Für Hersteller ist die Einhaltung Pflicht, unabhängig von ihrem Unternehmenssitz. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro. Das soll den Wettbewerb um sichere Produkte ankurbeln.

Digitale Souveränität: Ein geopolitischer Baustein

Die Regeln sind mehr als Verbraucherschutz. Sie sind ein zentraler Baustein der europäischen Strategie für digitale Souveränität. Zusammen mit anderen Regelwerken wie der NIS-2-Richtlinie soll die Abhängigkeit von als riskant eingestuften Anbietern verringert werden.

Erst diese Woche schlug die EU-Digitalkommissarin vor, strengere Regeln einzuführen, um Hochrisikoanbieter schrittweise aus kritischen 5G-Netzbereichen zu entfernen. Diese politische Linie verschärft den Druck auf die gesamte Lieferkette.

Was bedeutet das für Kunden und Konzerne?

Für Verbraucher verspricht die Regulierung mehr Sicherheit und Transparenz. Die Garantie auf langjährige Updates stärkt die Nutzerrechte. Doch die erhöhten Entwicklungs- und Zertifizierungskosten könnten sich in den Preisen für Neugeräte widerspiegeln.

Kleinere Hersteller oder Anbieter von außerhalb der EU könnten den Aufwand scheuen und den Markt verlassen. Langfristig will Brüssel mit dem einheitlichen Rahmen aber vor allem eines: das Vertrauen in das gesamte digitale Ökosystem stärken.

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