BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken / ...
18.03.2026 - 11:10:22 | dpa.deund 20. MĂ€rz in BrĂŒssel zusammenkommen, muss aus Sicht des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) die StĂ€rkung der WettbewerbsfĂ€higkeit klar im Mittelpunkt stehen. Angesichts der militĂ€rischen Eskalation im Nahen Osten, volatiler Energiepreise und einer zunehmenden geopolitischen InstabilitĂ€t hat Europa seine ökonomische WiderstandsfĂ€higkeit massiv zu stĂ€rken.
"Ein starkes Europa braucht weniger BĂŒrokratie und mehr Tempo fĂŒr Investitionen", erklĂ€rt BVR-PrĂ€sidentin Marija Kolak. Steigende Energiepreise und zunehmende UnwĂ€gbarkeiten im Welthandelerforderten eine Fokussierung der EU auf den Binnenmarkt als echten Wachstumshebel. "Europa hat seine WettbewerbsfĂ€higkeit selbst in der Hand. Es ist gut, dass insbesondere der EuropĂ€ische Rat lange ruhende Themen wie die Kapitalmarktunion voranbringen will, um die europĂ€ische Wirtschaft zu stĂ€rken", so Kolak.
Ein leistungsfĂ€higer europĂ€ischer Kapitalmarkt sei entscheidend fĂŒr Investitionen, Wachstum und Resilienz der EU. Eine erfolgreiche Savings and Investment Union (SIU) mĂŒsse privates Kapital durch marktorientierte Anreize und effiziente Verbriefungsregeln mobilisieren, statt die Aufsicht weiter zu zentralisieren und damit dezentrale Finanzierungsstrukturen zu schwĂ€chen. Die bewĂ€hrte Kreditfinanzierung bleibe dabei der unverzichtbare Anker fĂŒr die europĂ€ische Realwirtschaft.
Auch die PlĂ€ne der EU-Kommission fĂŒr ein 28. Regime im GesellschaftsrechtbegrĂŒĂt der BVR. "Europa fĂ€hrt im Binnenmarkt noch immer mit angezogener Handbremse. Ein gut gestaltetes optionales 28. Regime in Form einer 'EU Inc.' als einheitlicher EU-Rechtsrahmen im Gesellschaftsrecht kann Rechtszersplitterung abbauen und als Motor fĂŒr Wachstum und Innovation dienen", erlĂ€utert Kolak. Gerade jungen Unternehmen könne ein 28. Regime den Zugang zum europĂ€ischen Binnenmarkt erleichtern und damit den Mittelstand von morgen stĂ€rken.
Im Einklang mit der Initiative der E6-Staaten setzt sich der BVR zudem fĂŒr eine integrierbare und interoperable Ausgestaltung des digitalen Euro ein, die private Innovationen ergĂ€nzt, ohne die StabilitĂ€t der Bankeinlagen zu gefĂ€hrden. Der enorme Zeitdruck dĂŒrfe allerdings nicht zu handwerklichen Fehlern bei diesem komplexen Projekt fĂŒhren.
Die beim EU-Gipfel ebenfalls auf der Agenda stehende Weiterentwicklung der Bankenunion setzt aus Sicht des BVR die Wahrung der Eigenverantwortung, die Lösung von Risiken, die aus der finanziellen VerknĂŒpfung von Banken und Staaten entstehen, sowie den Abbau von HĂŒrden fĂŒr Kapital- und LiquiditĂ€tsflĂŒsse zwischen LĂ€ndergrenzen voraus und darf bewĂ€hrte nationale Sicherungssysteme nicht unterwandern.
Pressekontakt:
Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) Melanie Schmergal, Abteilungsleiterin Kommunikation und Ăffentlichkeitsarbeit / Pressesprecherin Telefon: (030) 20 21-13 00, mailto:presse@bvr.de, http://www.bvr.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/40550/6238174 OTS: BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenban ken
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