Börsen/Aktien, Börsenschluss

Europa Schluss: Moderate Gewinne - Zinshoffnung stĂŒtzt

17.09.2024 - 18:46:18 | dpa.de

Europas AktienmÀrkte haben am Dienstag ihren tags zuvor unterbrochenen AufwÀrtstrend fortgesetzt.

Überraschend schwache Wirtschaftsdaten aus der wichtigsten Volkswirtschaft Deutschland interpretierten die Anleger offenbar eher positiv. Die KursaufschlĂ€ge an den New Yorker Börsen, wo die Anleger trotz guter heimischer Konjunkturdaten weiter eine deutliche US-Zinssenkung erwarten, gaben aber keinen zusĂ€tzlichen Schwung mehr.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss 0,69 Prozent fester mit 4.860,78 Punkten. FĂŒr den Schweizer SMI CH0009980894 ging es um 0,31 Prozent auf 12.042,78 ZĂ€hler bergauf. Der britische FTSE 100 GB0001383545, der sich am Vortag etwas besser als die anderen Indizes gehalten hatte, legte um 0,38 Prozent auf 8.309,86 Punkte zu.

Ungeachtet der US-Daten wies das "Fed Watch Tool" der Optionsbörse CME zuletzt eine Wahrscheinlichkeit von 63 Prozent aus, dass die US-Notenbank Fed am Mittwoch ihre geldpolitische Wende mit einer großen Zinssenkung von 0,5 Prozentpunkten einleiten wird. Der Wert liegt knapp ĂŒber dem Vortagsniveau - vor einer Woche betrug er lediglich 34 Prozent.

Die Volkswirte der Landesbank Helaba sehen dennoch eine unsichere Ausgangslage in Hinblick auf den Fed-Entscheid. "Die Zinssenkungserwartungen haben weiter zugelegt", hieß es. "Einheitlich ist die Datenlage bisher aber nicht."

Die ZEW-Umfrage fĂŒr Deutschland fiel schlechter als erwartet aus, doch hat dies aus Anlegersicht auch seine positive Seite. "Entsprechend werden die konjunkturellen Sorgenfalten tiefer und die Zinssenkungserwartungen bezĂŒglich der EZB tendenziell gestĂ€rkt", erklĂ€rten die Helaba-Experten.

Mit Einzelhandels- CH0019112553 und Technologiewerten EU0009658921 legten am Dienstag zwei zinssensible Sektoren vergleichsweise deutlich zu. Auffallend stark prĂ€sentierten sich dabei Kingfisher GB0033195214 mit gut 11 Prozent Kursplus. Der britische Supermarktbetreiber hatte nach EinschĂ€tzung der Analysten von Jeffries zwar nur durchwachsene Zahlen prĂ€sentiert, dafĂŒr aber den Ausblick angehoben.

Technologiewerte profitierten neben Zinshoffnungen auch von Meldungen aus Übersee. Microsoft US5949181045 will eigene Aktien in Milliardenhöhe zurĂŒckkaufen und seinen AktionĂ€ren eine deutlich höhere Dividende zahlen. "Nicht nur sorgt eine Verknappung der Aktien eines Unternehmens fĂŒr Kursfantasie, Microsoft zeigt damit auch, dass es sich trotz hoher Investitionen in die KĂŒnstliche Intelligenz die FlexibilitĂ€t erlauben kann, sehr viel Geld fĂŒr den Kauf eigener Aktien in die Hand zunehmen", betonte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarkets.

Ryanair IE00BYTBXV33 profitierte von Aussagen von Unternehmenschef Michael O?Leary. Einem Medienbericht zufolge sieht er seit August eine Verbesserung der Buchungsdynamik. Die Aktien der irischen Billigfluglinie verteuerten sich um 5,7 Prozent.

Beim schwedischen Industriekonzern SKF SE0000108227 sorgten PlĂ€ne fĂŒr eine Abspaltung des Automotive-Bereichs fĂŒr einen Kursanstieg um gut 5 Prozent. Mehrere Analysten Ă€ußerten sich positiv.

Unter den freundlichen Versorgern EU0009658962 profitierten Iberdrola ES0144580Y14 mit plus 1,4 Prozent von erhöhten Kurszielen einer ganzen Reihe von Banken.

In der Schweiz waren Lindt & SprĂŒngli CH0010570759 sowie Barry Callebaut CH0009002962 mit Gewinnen von 1,3 und 7,2 Prozent gefragt. Barclays hatte die Einstufung fĂŒr die Aktien beider SĂŒĂŸwarenproduzenten auf "Overweight" angehoben.

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